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Ehemaliger Interpol-Chef erhält in China dreizehneinhalb Jahre Haft

Ehemaliger Interpol-Chef erhält in China dreizehneinhalb Jahre Haft
Der ehemalige Präsident Interpols Meng Hongwei Lyon, Frankreich, 8. Mai 2018.
Meng Hongwei wurde 2018 in China wegen des Verdachts der Korruption und des Amtsmissbrauchs verhaftet. Nun erhielt er eine Haftstrafe von dreizehneinhalb Jahren. Bestechungsgelder sollen ihm und seiner Familie einen "extravaganten Lebensstil" ermöglicht haben.

Am 7. Oktober 2018 ging bei Interpol-Generalsekretär Jürgen Stock im Lyoner Hauptsitz das Rücktrittsgesuch Meng Hongweis als Präsident der internationalen kriminalpolizeilichen Organisation ein.

Im September hatte ihn dessen Frau als vermisst gemeldet, nachdem Meng Hongwei in seine Heimat China gereist war. Seine Frau berichtete von Drohungen gegen sie und erhielt daraufhin Polizeischutz in Frankreich.

Symbolbild: Go-Go Bar, Nana Plaza, Bangkok, Thailand, 9. Juli 2004.

In China wurde gegen Meng Hongwei wegen Korruption und Disziplinarvergehen in seiner Funktion als Leiter der Marinepolizei und als stellvertretender Minister für öffentliche Sicherheit ermittelt.

Im Juni letzten Jahres gestand er, Bestechungsgelder in Höhe von fast zwei Millionen Dollar angenommen zu haben. Er war der erste Chinese an der Spitze Interpols. Amnesty International hatte dies mit dem Verweis kritisiert, auf diese Weise könnte Peking die internationale Polizeiorganisation nutzen, um nach Dissidenten zu suchen. 

Am Dienstag entschied ein chinesisches Gericht in Tianjin, dass der ehemalige Interpol-Chef dreizehneinhalb Jahre in Haft muss. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass er "seine Position und seine Macht zum persönlichen Vorteil missbraucht" hat.  Staatliche Gelder hätten ihm und seiner Familie einen "extravaganten" und "verschwenderischen Lebensstil" ermöglicht. Berichten des chinesischen Fernsehens zufolge will Hongwei das Urteil nicht anfechten.

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