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Wegen Handelsstreits: Südkorea beendet Militärabkommen mit Japan – USA besorgt

Wegen Handelsstreits: Südkorea beendet Militärabkommen mit Japan – USA besorgt
Die Beziehungen zwischen den US-Verbündeten Südkorea und Japan verschlechtern sich zusehends.
Die Beziehungen zwischen den US-Verbündeten Südkorea und Japan verschlechtern sich zusehends. Zum Disput über historische Geschehnisse kommt ein erbitterter Handelsstreit. Das hat auch Konsequenzen für die militärische Zusammenarbeit. Die USA zeigen sich besorgt.

Südkorea hat nun ein Militärabkommen mit dem Nachbarland über den Austausch geheimdienstlicher Informationen beendet. Das Präsidialamt in Seoul kündigte am Donnerstag überraschend an, das drei Jahre alte Abkommen werde nicht mehr verlängert. Es bestehe kein gegenseitiges Vertrauen mehr. Auf Grundlage des Pakts tauschten beide Staaten vor allem Informationen über Nordkoreas Atom- und Raketenprogramm aus.

Die konservative Vorgängerregierung hatte 2016 das Abkommen mit Japan mit dem Argument geschlossen, der Zugriff auf Informationen von japanischen Satelliten und anderen Beobachtungssystemen sei notwendig, um sich besser gegen Bedrohungen durch Nordkorea schützen zu können. Beide Länder sind wichtige Verbündete der USA.

Die Handelsbeschränkungen durch Japan hätten eine "schwerwiegende Veränderung" der Sicherheitskooperation bewirkt, hieß es. Japan hatte zuletzt beschlossen, Südkorea von einer Liste bevorzugter Handelspartner zu streichen. Hintergrund des Streits ist ein Disput über die Entschädigung koreanischer Zwangsarbeiter in japanischen Unternehmen während der Kolonialherrschaft Japans (1910 bis 1945).

Der Oberste Gerichtshof in Südkorea hatte im vergangenen Jahr japanische Unternehmen angewiesen, Schadenersatz zu zahlen. Tokio sieht das Thema Entschädigung durch einen Vertrag von 1965 als abgeschlossen an.

Das US-Verteidigungsministerium betrachtet das Ende des Militärabkommens zwischen den zwei Staaten mit großer Sorge. Es sei enttäuschend, dass Südkoreas Regierung dieses wichtige Abkommen nicht verlängert habe, erklärte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums am Donnerstag. Die Zusammenarbeit in Fragen von Sicherheit und Verteidigung müsse trotz Spannungen in anderen Politikbereichen Bestand haben, forderte er.

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Japan reagierte mit Enttäuschung auf die Beendigung des Militärpakts. Südkorea beschädige mit dem Schritt das vertrauensvolle Verhältnis beider Länder, sagte der rechtskonservative japanische Ministerpräsident Shinzo Abe am Freitag. Die gemeinsame Kooperation mit der Schutzmacht USA solle jedoch aufrechterhalten werden, sagte Abe. Er forderte Südkorea auf, seine "Versprechen einzuhalten". Der japanische Verteidigungsminister Takeshi Iwaya reagierte "enttäuscht" darauf. Japan werde Südkorea aufrufen, dies noch einmal zu überdenken.

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(dpa/rt deutsch)

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