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Hongkong: Protestler halten chinesischen Reporter stundenlang als "Spion" fest

Hongkong: Protestler halten chinesischen Reporter stundenlang als "Spion" fest
Szene aus dem Flughafen Hongkong am 13. August. Der von den Demonstranten festgehaltene Reporter Fu Guohao zeigt seinen Pass. Sie werfen ihm vor, sich als Spion vom chinesischen Festland unter die Demonstranten gemischt zu haben.
Die Tumulte im Flughafen Hongkong gehen nach kurzer Pause weiter. Die Demonstranten hielten zwei Männer stundenlang fest, danach griff die Polizei ein. Regierungschefin Carrie Lam stellte sich nach dem Vorfall hinter die Sicherheitskräfte.

Nach einem Bericht der Hongkonger Zeitung South China Morning Post drangen die Polizisten am Abend in das Flughafengebäude ein, um einem Mann zu helfen, der über Stunden von Demonstranten festgehalten und beschuldigt worden sei, ein Agent vom chinesischen Festland zu sein. Sanitäter brachten den Mann schließlich aus dem Flughafen. Vor dem Gebäude wurden demnach Polizeifahrzeuge angegriffen und Fenster eingeschlagen.

Auf Twitter kursieren Videos, die zeigen sollen, wie der Mann auf den Boden gedrückt wird und seine Hände gefesselt werden. 

Die Demonstranten hielten zeitweise auch einen zweiten Mann fest, den sie ebenfalls beschuldigten, als Agent zu arbeiten. Sie fesselten ihn mit Kabelbindern, einige Demonstranten versuchten ihn zu schlagen. Hu Xijin, Chefredakteur der chinesischen Zeitung Global Times, schrieb auf Twitter, dass es sich bei den Mann um einen Reporter seiner Zeitung gehandelt habe. Er sei von der Polizei befreit und ins Krankenhaus gebracht worden.

Er schrieb auch, dass er die anwesenden Reporter westlicher Medien darum gebeten habe, auf die Protestler einzuwirken um seinen Mitarbeiter zu befreien. Auf Twitter kursieren derzeit mehrere Videos mit den Schilderungen der Ereignisse.

So erzählt Richard Scotford, seines Zeichens ein in Hongkong lebender Meinungsjournalist, wie ein Mann von Demonstranten am Flughafen Hongkong niedergeschlagen wurde.

Das ist kein Protest. Das ist nur noch mehr Gewalt. Es geht über jede Art von Protest hinaus", fasst er zusammen.

Auch ein BBC-Reporter meldete sich als Augenzeuge zu Wort:

Einige Hardliner unter den Demonstranten, müde und paranoid bezüglich Spionen, haben offenbar völlig die Fassung verloren.

Wegen der Blockade fielen seit dem Vormittag etliche Flüge aus. Nachmittags (Ortszeit) stoppte der Airportbetreiber dann den gesamten Check-in-Service für alle restlichen Flüge des Tages. Der Flughafen ist das zentrale Drehkreuz für Langstreckenflüge über China und Südostasien.

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Tausende Anhänger der Protestbewegung hatten wie schon am Montag die Ankunfts- und Abflughallen besetzt. Mit Gepäckwagen und anderen Gegenständen wurden Barrikaden errichtet. Die Polizei hatte sich tagsüber zunächst zurückhaltend verhalten.

Viele Demonstranten trugen Augenpflaster oder Augenklappen, um auf die schwere Augenverletzung einer Aktivistin aufmerksam zu machen, die bei Ausschreitungen am Wochenende von einem Gummigeschoss der Polizei getroffen worden war.

Regierungschefin Carrie Lam stellte sich am Dienstag trotz massiver Kritik der Demonstranten hinter die Sicherheitskräfte. Die Polizei habe zuletzt "große Schwierigkeiten gehabt, das Gesetz durchzusetzen". Als jemand, der nicht selbst Teil der Polizei sei, könne sie nicht darüber bestimmen, wie die Einsätze abliefen.

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(rt deutsch/dpa)

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