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Wegen Hongkong: KP-Funktionär soll FDP-Chef Lindner 30 Minuten lang angeschrien haben

Wegen Hongkong: KP-Funktionär soll FDP-Chef Lindner 30 Minuten lang angeschrien haben
(Archivbild). FDP-Chef Christian Lindner während eines Medientermins in Berlin am 11. Februar 2019.
Es sollte ein Reise werden, mit der sich die FDP neue Freunde in Asien macht. Doch laut Medienberichten verlief der Aufenthalt in China alles andere als freundschaftlich. Im Gegenteil: Es soll zu einem Eklat wegen der Proteste in Hongkong gekommen sein.

Die Reise der FDP-Delegation unter Leitung des Parteivorsitzenden Christian Lindner führte durch Malaysia, Japan, Südkorea, Hongkong und China. Dort wollten die FDP-Bundestagsabgeordneten laut eigenen Angaben Kontakte knüpfen und den Austausch suchen. Doch vor allem in China kam es laut einem Medienberichten im Spiegel und im Handelsblatt anders als geplant.

So sollen einige Termine, die sich über zwei Tage erstreckten, von hochrangigen KP-Funktionären kurzfristig und ersatzlos abgesagt worden sein, zum Teil nur wenige Stunden vor den geplanten Treffen. Als Gründe wurden offenbar "Terminschwierigkeiten" angegeben – obwohl die Reise der deutschen Politiker schon lange im Voraus geplant worden war.

Demonstranten schlagen auf Polizisten ein, Hongkong, China, 14. Juli 2019.

Doch es kam anscheinend noch heftiger: Bei einem der Termine, die nicht abgesagt wurden, soll ein Funktionär der chinesischen KP den FDP-Chef Christian Lindner 30 Minuten lang angeschrien haben. Dies berichteten Teilnehmer gegenüber den Medien. Der Grund für die ungewohnt offene Aggressivität soll die Situation in Hongkong gewesen sein.

Seit Wochen toben in der Sonderverwaltungszone Chinas Proteste gegen ein ehemals geplantes Gesetz, das es möglich machen sollte, Straftäter aus Hongkong an das Mutterland China auszuliefern. Laut der FDP-Delegation erklärt man sich die feindselige Atmosphäre damit, dass die Gruppe zuerst Hongkong besucht hatte und dann erst in die Volksrepublik China weitergereist war.

Zudem hatte die Delegation während ihres Aufenthalts nicht nur eine Niederlassung der FDP-nahen Friedrich-Naumann-Stiftung in Hongkong eröffnet, sondern auch den dortigen Wirtschaftsminister und mehrere Vertreter der Opposition aus dem Stadtparlament getroffen.

Trotz der kolportierten Vorfälle zog Parteichef Lindner ein positives Fazit der Reise. "Die Reise nach Hongkong war für mich eine Herzensangelegenheit" twittert Lindner. "Wir verfolgen nicht nur wirtschaftliche Interessen, uns liegen genauso liberale und demokratische Werte am Herzen", so Lindner weiter.

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