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Schwere Verwüstungen und Dutzende Tote nach Monsunregen in Indien, Nepal und Bangladesch

Schwere Verwüstungen und Dutzende Tote nach Monsunregen in Indien, Nepal und Bangladesch
Schwere Verwüstungen und Dutzende Tote nach Monsunregen in Indien, Nepal und Bangladesch
Heftige Regenschauer haben im Nordosten Indiens, Nepal und Bangladesch schwere Überschwemmungen verursacht. Allein im Bundesstaat Assam sind davon 870.000 Menschen betroffen. Schaden nimmt auch die Landwirtschaft. Eine Besserung der Wetterlage ist vorerst nicht in Sicht.

Heftige Regenfälle während der Monsunzeit haben in Südasien schwere Überschwemmungen und Erdrutsche ausgelöst und Dutzende Menschen das Leben gekostet. Allein im indischen Bundesstaat Assam seien rund 870.000 Menschen betroffen, sagte ein Mitarbeiter des Katastrophenschutzes in der Hauptstadt Guwahati am Samstag. Zahlreiche Menschen hätten vor den Wassermassen fliehen müssen, andere säßen in ihren Häusern und Wohnungen fest. Rund 8.000 Betroffene hätten in den 68 staatlichen Notunterkünften Zuflucht gesucht. Auch die Ernten auf den Feldern hätten Schaden genommen.

Rettungsteams bemühten sich darum, Menschen aus mehr als 1.500 überfluteten Dörfern zu bergen. Staatliche Stellen versorgten die Flutopfer mit Nahrung und Medikamenten. Seit Mittwoch gab es den Angaben zufolge mindestens sechs Todesopfer: Fünf Menschen kamen in den Fluten um, einer wurde bei einem Erdrutsch getötet.

Der Wasserstand des örtlichen Flusses Brahmaputra und seiner Nebenflüsse war in den vergangenen Tagen beständig gestiegen und hatte umliegende Gebiete überflutet. Betroffen war auch der Nationalpark Kaziranga, in dem die größte Gruppe von Panzernashörnern weltweit zu Hause ist. Mehrere Tiere sollen dabei verendet sein.

Die Naturgewalt suchte auch das Nachbarland Nepal heim. Die Monsunregen sorgen dort ebenfalls für Erdrutsche und Überschwemmungen, bei denen mindestens 27 Menschen ums Leben kamen. Mindestens elf Menschen wurden verletzt, 15 weitere galten am Samstag noch als vermisst. Der tagelange Regen hatte vor allem die Hauptstadt und den Osten des Landes getroffen und viele Flüsse zum Überlaufen gebracht. Durch die Erdrutsche seien zudem mindestens zehn Autobahnen blockiert worden, wie das Nationale Katastrophenschutzzentrum mitteilte.

In Bangladesch kamen mindestens fünf Menschen ums Leben. Zwei Menschen starben im südöstlichen Bezirk Rangamati, als ihre Häuser von Schlammmassen begraben wurden. Zudem wurde die Leiche eines Mannes aus einem Fluss im Bezirk Bandarban im Südosten des Landes geborgen. Im Bezirk Sunamganj im Nordosten starben zwei weitere Menschen bei Gewittern. Etliche Menschen suchten auch in Bangladesch Schutz in Notunterkünften. Allein in Rangamati mussten 1.300 Menschen ihre Häuser und Wohnungen verlassen.

Die Monsunzeit dauert in Südasien gewöhnlich von Juli bis September. Zwar sind die Regenfälle für die örtliche Landwirtschaft lebenswichtig. Sie richten aber auch immer wieder großen Schaden an. Jedes Jahr kommen bei verheerenden Überschwemmungen und Erdrutschen Hunderte Menschen ums Leben. (dpa)

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