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Nordkorea: Schwerste Dürre seit 100 Jahren und drohende Hungersnot

Nordkorea: Schwerste Dürre seit 100 Jahren und drohende Hungersnot
Symbolbild: Ausgetrocknetes Feld südlich von Pjöngjang, Nordkorea, 29. März 2002.
Der vorausgesagte Niederschlag über Nordkorea Ende des Monats wird nicht die Schäden der Dürre in der Landwirtschaft wettmachen können. Es droht eine Hungersnot. Kritiker werfen der nordkoreanischen Regierung vor, durch das Hungern der Bevölkerung Druck auf die USA ausüben zu wollen.

Zwischen Januar und Mitte Mai fielen in Nordkorea nur 56,3 Millimeter Regen. Ein 100-Jahres-Tief. Rund 40 Prozent der nordkoreanischen Bevölkerung fehlen dringend benötigte Lebensmittel. Nordkorea leidet weiterhin unter den US-Sanktionen.

Anfang Mai besuchten Vertreter des World Food Program (WFP) und der Food and Agriculture Organization (FAO) Nordkorea. Sie stellten fest, dass die landwirtschaftliche Produktion im Jahr 2018 auf dem niedrigsten Stand seit 2008 ist. 

Der WFP-Offizielle Nicolaus Bidault sagte der New York Times Anfang des Monats: 

Viele Familien überleben die meiste Zeit des Jahres durch eine monotone Diät aus Reis und Kimchi, indem sie sehr wenig Protein essen. 

Kritiker Nordkoreas sehen in der Lebensmittelknappheit einen Versuch der nordkoreanischen Regierung, Druck auf die USA auszuüben, die Sanktionen gegen das Land zu lockern. Die Lebensmittelausgabe der nordkoreanischen Regierung musste durch die niedrigen Erträge aus der Landwirtschaft reduziert werden. 

Der südkoreanische Wiedervereinigungsminister Kim Yeon-chul traf sich zu Beginn der Woche mit dem WFP-Vertreter David Baseler in Südkorea, um die humanitäre Lage in Nordkorea zu besprechen. Zwischen Mai und September müsse die internationale Gemeinschaft die nordkoreanische Bevölkerung durch Lebensmittellieferungen unterstützen. 

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