Asien

Besser nichts wissen? NATO stellt Datenerhebung zu Afghanistan teilweise ein

Resolute Support, die NATO-Mission in Afghanistan, will künftig keine Daten mehr darüber erheben, wie viele Distrikte des Landes von der Regierung und wie viele von den Taliban kontrolliert werden. Diese Informationen seien von "bregrenztem Wert".
Besser nichts wissen? NATO stellt Datenerhebung zu Afghanistan teilweise einQuelle: AFP © Wakil Kohsar

"Resolute Support", die Afghanistan-Mission der NATO, wird künftig keine Daten mehr darüber erheben, wie viele Distrikte des Landes unter der Kontrolle der Regierung beziehungsweise der Taliban stehen. Das berichtet die österreichische Zeitung Der Standard.

In einem am Dienstag veröffentlichten Bericht des Sonderinspekteurs für Wiederaufbau in Afghanistan des US-Senats (SIGAR) heißt es:

In diesem Quartal setzte die US-geführte NATO-Mission in Afghanistan Resolute Support (RS) SIGAR formell davon in Kenntnis, dass sie die Kontrolle oder Einfluss von Regierung oder Aufständischen auf Distriktebene nicht länger erhebt. Die RS-Mission erklärte dazu, dass die Stabilitätseinschätzungen auf Distriktebene "von begrenztem Wert für die Entscheidungsfindung des Kommandeurs" seien.

Die Erhebung der Machtverhältnisse in den einzelnen Distrikten war einer der wenigen öffentlich zugänglichen Indikatoren für den Erfolg bzw. Misserfolg der NATO-Mission zur "Stabilisierung" Afghanistans.

Nach den im SIGAR-Bericht vom Januar zu findenden Zahlen, den letzten, die erhoben wurden, kontrollierte die Regierung nur noch knapp 54 Prozent der gut 400 Distrikte, zwölf Prozent standen unter Kontrolle der Taliban, der Rest galt als umkämpft. Der Machtbereich der NATO-gestützten Regierung ist in den letzten Jahren kontinuierlich geschrumpft.

Unterdessen teilte ein Taliban-Sprecher am Donnerstag mit, dass es ein Treffen zwischen dem Vizechef der Taliban, Mullah Abdul Ghani Baradar, und dem Afghanistan-Sonderbeauftragte der deutschen Bundesregierung, Markus Potzel, gegeben habe. Bei dem Gespräch am Mittwoch in Katar seien Meinungen darüber ausgetauscht worden, wie sich eine friedliche Lösung des Konflikts darstellen könne. Auch über die Verhandlungen der Taliban mit den USA und über den Schutz von Zivilisten sei gesprochen worden.

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