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Oxfam: Dreijährige werden im Jemen für Lebensmittel verheiratet

Oxfam: Dreijährige werden im Jemen für Lebensmittel verheiratet
Symbolbild. Mädchen in der Nähe eines Camps für Vertriebene im Jemen.
Die humanitäre Krise, unter der der Jemen aufgrund des anhaltenden Konflikts leidet, erreicht einen neuen Tiefpunkt. Verzweifelte Eltern sollen laut Experten ihre Töchter bereits im Kleinkindalter im Tausch gegen Lebensmittel verheiraten.

Seit fast fünf Jahren herrscht im Jemen Krieg. Die von Saudi Arabien angeführte Koalition unterstützt die Jemenitische Regierung gegen die Huthi-Rebellen. Aber es ist nicht nur der Konflikt selbst, der für Tod, Hunger und Elend sorgt - blockierte Importwege tun ihr weiteres. Die Vereinten Nationen sprechen von der schwersten humanitäre Katastrophe der Welt. Die Zahl der Toten, die dieser Konflikt verursacht hat, geht in die Zehntausende, unter dem Hunger leiden Millionen.

"Frauen sind am stärksten von der Nahrungsmittelknappheit betroffen, da sie oft zuletzt essen und ihre Familie an die erste Stelle setzen", erklärte Brittany Lambert, Expertin für Frauenrechtspolitik von Oxfam Kanada, gegenüber dem kanadischen Sender CTV News.

Zu dem Hunger kommt noch die geschlechterspezifische Gewalt gegen Frauen, vor der Familien ihre Töchter schützen müssen.

"Familien sind jetzt so verzweifelt, weil sie einfach kein Geld und keine Mittel haben, sich selbst zu ernähren, dass sie zu extrem schädlichen Bewältigungsmechanismen gegriffen haben", sagte Lambert. So würden Eltern zum Beispiel ihre jungen Töchter mit viel älteren Männern verheiraten, um einen Mund weniger zu versorgen zu haben, so die Oxfam-Expertin. Zu den Verheirateten gehören auch Mädchen im Alter von drei Jahren.

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