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"Sie sind Teil des Friedensprozesses": China erkennt afghanische Taliban als politische Kraft an

"Sie sind Teil des Friedensprozesses": China erkennt afghanische Taliban als politische Kraft an
Ein Kämpfer der afghanischen Taliban-Miliz durchsucht am 18. Juli 2017 einen Pendler im Bezirk Ahmad Aba am Rande von Gardez, der Hauptstadt der Provinz Paktia.
China erkennt die Taliban als "politische Kraft" an. Außerdem heißt Peking die Taliban zur Teilnahme im afghanischen Friedensprozess willkommen, hat der chinesische Botschafter in Pakistan nach Angaben lokaler Medien mitgeteilt.

Yao Jing, Chinas Botschafter in Islamabad, lobte auch die Rolle Pakistans bei der Unterstützung des afghanischen Friedensprozesses - einschließlich aller Bemühungen, internationale Friedensgespräche zu erleichtern. "China wird die Taliban als politische Kraft anerkennen, weil sie jetzt Teil des afghanischen politischen Prozesses sind", zitierten Medien Yao, der auf einer Veranstaltung in der nordwestlichen afghanischen Stadt Peshawar sprach.

China habe Kontakte zur afghanischen Regierung und zu den Taliban gehabt, und Pekings Sonderbeauftragter habe das politische Büro der Taliban in Doha besucht, fügte Yao hinzu. "China unterstützt alle Bemühungen um einen Frieden in Afghanistan, weil das afghanische Volk Frieden und Stabilität verdient", sagte Yao.

US-Präsident Trump begrüßte vergangene Woche seinen afghanischen Amtskollegen Aschraf Ghani in New York

Am 14. Januar besuchte der leitende US-Unterhändler Zalmay Khalilzad Peking und traf sich mit chinesischen Beamten. Im Anschluss an die Konsultationen schrieb Khalilzad auf Twitter:

Fruchtbare Gespräche mit hohen chinesischen Beamten, die sich für den Erfolg des afghanischen Friedens einsetzen. Wir diskutierten die regionale Unterstützung für einen integrativen Friedensprozess für alle Afghanen und stellten sicher, dass Afghanistan nie wieder als Plattform für Terrorismus dient.

Im vergangenen Dezember bestätigte Pakistan, dass es seltene Direktgespräche zwischen Washington und den Taliban arrangiert hatte, die den Weg zu einer Verhandlungslösung für den Konflikt ebnen sollten, der nun schon 18 Jahre andauert.

Im Jahr 2015 ermöglichte Pakistan die erste Runde direkter Gespräche zwischen der afghanischen Regierung und den Taliban in Islamabad, aber der Prozess brach ab, nachdem die Taliban den Tod ihres langjährigen Führers Mullah Omar verkündet hatten, was zu einem bitteren Machtkampf innerhalb der Miliz führte.

Die Chancen für die Wiederaufnahme des festgefahrenen Prozesses hatten sich nach der Tötung von Omars Nachfolger, Mullah Mansur, durch einen Drohnenangriff der USA im Jahr 2016 auf Pakistan, nahe der afghanischen Grenze, weiter verringert.

Seitdem hat eine vier Nationen umfassende Diplomatengruppe aus Pakistan, Afghanistan, den USA und China mehrere Versuche unternommen, den festgefahrenen Friedensprozess wieder aufzunehmen. Zuletzt leitete Russland bei einer Konferenz in Moskau direkte Gespräche zwischen der afghanischen Regierung und den Taliban. Die islamische Organisation machte für eine politische Einigung mit Kabul den militärischen Abzug aller westlichen Truppen im Land zur Vorbedingung.

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