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Nach Genomversuchen an Embryos: Chinesischer Wissenschaftler fürchtet um sein Leben

Nach Genomversuchen an Embryos: Chinesischer Wissenschaftler fürchtet um sein Leben
Symbolbild: Chinesischer Wissenschaftler bei der Arbeit.
He Jiankui, ein chinesischer Wissenschaftler, rühmte sich in der Öffentlichkeit mit Genmanipulationen an Embryonen. Jetzt fürchtet er um sein Leben. Er könnte wegen Korruption und Bestechung angeklagt werden. Wissenschaftler zweifeln am tatsächlichen Erfolg seiner Versuche.

Der chinesische Wissenschaftler Doktor He Jiankui veränderte die DNA von den beiden Zwillingsmädchen Lulu und Nana so, dass sie immun gegen eine HIV-Infektion sind. Ein moralisches Problem sah He, der an der Wissenschaftlichen und Technischen Universität im chinesischen Shenzhen tätig ist, darin nicht. Wenn er die Genomversuche nicht als erster durchgeführt hätte, so hätte es ein anderer Wissenschaftler an seiner Stelle getan, so seine Begründung. In den Medien wurde er als "Chinesischer Frankenstein" bezeichnet. 

Der humanoide Roboter

Protestbriefe erreichten ihn von Wissenschaftlern aus aller Welt, denn die Risiken einer solchen Genmanipulation seien noch nicht erforscht. Der Präsident des Deutschen Ethikrates, Peter Dabrock: 

Sollte es sich bewahrheiten, dass mit Hilfe der Genschere CRISPR ein genmanipuliertes Baby erzeugt worden ist, wäre dies für die Wissenschaft ein Super-GAU. 

In seiner Heimat könnte er nun wegen Korruption und Bestechung angeklagt werden. Er galt als vermisst, befindet sich derzeit aber unter Hausarrest in seiner Universitätswohnung, wo er rund um die Uhr bewacht wird. Ihm könnte sogar die Todesstrafe drohen. Die Ermittlungen gegen ihn laufen. Da er Physiker ist, hätte er die Versuche nie durchführen dürfen. Berichten zufolge setzte er sein eigenes Vermögen für die Versuche ein und rekrutierte privat Wissenschaftler auf dem Gebiet. Kollegen warnten ihn vor seinem Vorhaben. 

Die beiden Kinder wurden im Oktober geboren. Ein ehemaliger Kollege sagte, er habe in die Genetik von mehreren ungeborenen Kindern von sieben Paaren eingegriffen, von denen nur die beiden Mädchen geboren wurden. An der Aussage von He, dass sein Eingriff erfolgreich gewesen sei, hegen Wissenschaftler international Zweifel. Die Beweise hierfür seien unvollständig. Schäden für die Kinder und deren Nachfahren seien nicht auszuschließen. Gesunde Babys seien für die Versuche eines vermögenden Wissenschaftlers "mit großem Ego" missbraucht worden.

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