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Afghanischer Beamter: Sind bereit für Gespräche mit Taliban ohne USA und ohne Vorbedingungen

Afghanischer Beamter: Sind bereit für Gespräche mit Taliban ohne USA und ohne Vorbedingungen
Ein Vertreter der Taliban am 9. November 2018 in Moskau bei der Afghanistan-Friedenskonferenz.
Afghanistan ist bereit, ohne Vorbedingungen mit den Taliban über den Frieden zu verhandeln, einschließlich der Ausarbeitung einer neuen Verfassung. Das erklärte ein hochrangiger Regierungsbeamter nach der Tagung der Afghanistan-Friedenskonferenz in Moskau.

Die afghanische Regierung wird keine Hürden mehr für direkte Friedensgespräche mit den Taliban schaffen, sagte Ehsan Taheri, Sprecher des Hohen Friedensrates (HPC), RIA Novosti in einem Interview. Bislang forderte Kabul als Vorbedingung, dass die aufständische Bewegung ihre Waffen niederlegen und die Verfassung respektieren muss, aber das sei keine Voraussetzung mehr.

"Heute erklären wir – die Regierung und der Hohe Friedensrat –, dass es keine Voraussetzungen für den Beginn der Gespräche gibt", erklärte Taheri.

Der HPC wurde 2010 vom damaligen Präsidenten Hamid Karzai gegründet und ist ein Gremium, das für die Friedensverhandlungen mit den Taliban zuständig ist.

Der pakistanische Premierminister Imran Khan nimmt am 3. November 2018 an einer Begrüßungszeremonie teil, die vom chinesischen Premierminister Li Keqiang in der Großen Halle des Volkes in Peking ausgerichtet wurde.

Die lang ersehnten Friedensverhandlungen können in diesem oder im nächsten Jahr beginnen. Es gibt "einen wachsenden Wunsch" unter den Taliban-Kommandeuren, die Gespräche "ohne Vermittler" zu führen, so der Beamte.

Daher ist Kabul offen für Diskussionen über "jede Frage, die für die Zukunft Afghanistans entscheidend ist", fügte der Vertreter hinzu. Es gebe "keine Probleme" für die Regierung und die Taliban, ebenso über eine Änderung der Verfassung des Landes zu sprechen, denn die Bestimmungen erlauben es, Änderungen vorzunehmen.

Nun befinde sich der Ball bei den Taliban, auf die Friedensgeste des HPC zu reagieren und zu bestätigen, ob sie zu direkten Gesprächen bereit sind, stellte Taheri fest.

Die militante Bewegung lehnte die Gesprächsangebote der Regierung lange ab und unterstrich, sie werde sich nur mit den USA befassen. Dennoch entsandten die Taliban Vertreter, um Anfang November in Moskau mit afghanischen Regierungsvertretern zu sprechen.

Die Gespräche in Moskau wären das erste Mal, dass die Taliban auf internationaler Ebene öffentlich auftreten, seit sie nach der von den USA geführten Invasion 2001 in Afghanistan gestürzt wurden. Das von russischen Diplomaten vermittelte Treffen habe dazu beigetragen, den Weg für einen zukünftigen Dialog zwischen Kabul und den Taliban zu ebnen, so Taheri.

"Die Atmosphäre am Ende der Konferenz war sehr freundlich", sagte er und ergänzte:

Die Diskussionen liefen auch in den Kaffeepausen weiter. Es gab überhaupt keine Negativität.

In den letzten Monaten sollen die Taliban auch Delegationen in das benachbarte Usbekistan geschickt und Gespräche mit US-Diplomaten in Katar geführt haben, wo der politische Flügel der militanten Organisation ein inoffizielles Verbindungsbüro unterhält.

 

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