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Bericht zu Lion-Air-Flug: Sturzflug durch tödlichen Fehler bei Sensoren

Bericht zu Lion-Air-Flug: Sturzflug durch tödlichen Fehler bei Sensoren
Flugkapitän Nurcahyo Utomo des indonesischen Transportsicherheitskomittees, während einer Nachrichtenkonferenz in Jakarta, Indonesien.
Die Piloten des indonesischen Lion-Air-Fluges kämpften verzweifelt gegen fehlerhafte Anti-Stall-Sensoren, die das vollbesetzte Flugzeug wiederholt in den Sturzflug zwangen, bevor es endgültig in die Javasee stürzte. 20 Mal hätten die Sensoren die Maschine automatisch nach unten gedrückt.

Kurz nach dem Start in der indonesischen Hauptstadt Jakarta stürzte die Boeing 737 MAX 8 am 29. Oktober in die Javasee. 189 Menschen, die sich an Bord der Maschine befanden, kamen dabei ums Leben. Bis die genaue Ursache des Absturzes abschließend festgestellt werden kann, muss noch das Aufzeichnungsgerät für die Gespräche im Cockpit gefunden werden. Nur der Flugschreiber wurde bisher geborgen. Nach einem neuen Bericht ist der Absturz auf Fehler von Sensoren des Flugzeugs zurückzuführen. 

Die Anstellwinkel-Sensoren (AOA "angle of attack") messen, wie die Nase des Flugzeuges zur entgegenkommende Luft positioniert ist. Während des letzten Fluges der Maschine als Lion-Air-Flug 610 funktionierten diese Sensoren nicht korrekt und bewirkten so, dass automatisch die Nase des Flugzeugs innerhalb von nur 10 Minuten zwei Dutzend Mal nach unten gedrückt wurde, so ein neuer Bericht des Nationalen Verkehrssicherheitsausschusses (KNKT) von Indonesien.

Inwieweit auch Beschäftigte in die Röhre gucken müssen, nachdem der Deal mit Iran Air wegen der US-Sanktionen platzt, wird sich zeigen.

Jedes Mal, wenn das fehlerhafte System das Flugzeug nach unten lenkte, mussten die Piloten versuchen, den Bug des Flugzeugs manuell wieder nach oben zu zwingen. Nurcahyo Utomo, Kapitän des Indonesischen Transportsicherhietskomitees, kommentiert: 

Die Piloten kämpften ununterbrochen, bis zum Ende des Fluges. 

Das Flugzeug hatte allerdings schon bei einem vorherigen Flug die gleichen Fehlfunktionen gezeigt. Aber bei diesem Flug war die Besatzung in der Lage, das Problem zu lösen, indem das System frühzeitig gänzlich ausgeschaltet wurde. Es wurde festgestellt, dass die Maschine nicht flugfähig sei. 

Nach dem Absturz wurde die Fluggesellschaft aufgefordert, die Sicherheit für alle Flüge zu verbessern und die Betriebsanleitungen zu überarbeiten. Kritik wurde auch an der neuen Boeing-Maschine vom Typ 737 MAX geübt. Der US-Fluzeughersteller reagierte mit der Bekanntgabe eines Betriebsmitteilungsheftes, in welchem die Piloten über den Umgang mit "fehlerhaften Eingaben" der Sensoren informiert werden. 

Die US-amerikanische Luftfahrtbehörde (Federal Aviation Administration), veröffentlichte eine eigene Notfallrichtlinie zur Boeing-Bestseller-Serie 737 MAX. Die Fluggesellschaften wurden darin darauf aufmerksam gemacht, dass "fehlerhafte Eingaben" von den AOA-Sensoren des Flugzeugs "dazu führen können, dass die horizontalen Stabilisatoren wiederholt die Nase des Flugzeugs nach unten drücken".

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