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Nach Blasphemievorwürfen: Kanada verhandelt mit Pakistan über Asyl für christliche Familie

Nach Blasphemievorwürfen: Kanada verhandelt mit Pakistan über Asyl für christliche Familie
Die Töchter von Asia Bibi in Sheikhupura, Pakistan, 13. November 2010.
Die kanadische Regierung verhandelt über Asyl für die Familie von Asia Bibi. Der Oberste Gerichtshof hatte sie nach acht Jahren Haft freigesprochen. Daraufhin brachen Proteste im Land aus, in denen Demonstranten den Tod der Christin wegen vermeintlicher Blasphemie forderten.

Die Gespräche zwischen den Regierungen Pakistans und Kanadas wurden als "diskret und delikat" bezeichnet. Der kanadische Politiker und parlamentarische Sekretär des Außenministeriums, Andrew Leslie, bestätigte die Gespräche. Der Ehemann von Asia Bibi, Ashiq Masih, hatte in den USA, Großbritannien und Kanada um Schutz für seine Familie gebeten. Leslie hofft auf eine Reform der Blasphemie-Gesetze Pakistans: 

Das Recht auf Religions- und Glaubensfreiheit muss geschützt werden. Wir ersuchen die pakistanische Regierung, alle notwendigen Schritte zu unternehmen, welche die Sicherheit von Asia Bibi und ihrer Familie gewährleisten.

Proteste nach Aufhebung der Todesstrafe gegen die wegen Blasphemie verurteilte Christin Asia Bibi in Pakistan

Acht Jahre verbrachte die heute 51-Jährige im Gefängnis. 2010 wurde Asia Bibi zum Tode verurteilt. Der Oberste Gerichtshof hat die Frau nun vom Vorwurf der Gotteslästerung freigesprochen. In der Hafenstadt Karachi protestierten Menschen gegen den Freispruch und forderten die Todesstrafe für die Frau.

Wie lokale Medien berichteten, verließ sie am Mittwochabend das Gefängnis in der Stadt Multan in der Provinz Punjab. Wohin sie von dort gebracht wurde, blieb zunächst unklar.

Den Vorwurf der Blasphemie bestritt die Frau. Ihre Arbeitskolleginnen hatten ihr vorgeworfen, sich schlecht über den Propheten Mohammed geäußert zu haben. Diese hatten sie zuvor aufgefordert, zum Islam zu konvertieren. Asia Bibi sagte daraufhin, dass Jesus für die Sünden der Menschen gestorben sei und fragte daraufhin, was der Prophet Mohammed für die Menschen getan hätte. Dies wurde ihr zur Last gelegt.

In Pakistan gab es 2005 rund 2,5 Millionen Christen. Dies entspricht etwa 1,6 Prozent der Bevölkerung. In den 90er Jahren versuchte Amnesty International Pakistan zu einer Abkehr von den Blasphemie-Gesetzen zu bringen. Sie werfen dem Land vor, dass hierdurch religiöse Minderheiten terrorisiert würden. Nach einem Freispruch durch die Gerichte würden viele Menschen Opfer von Imamen ihrer Dörfer. 

Die radikalislamische Gruppe Tehreek-e-Labaik Pakistan (TLP) einigte sich mit der pakistanischen Regierung über einen Revisionsantrag gegen den Freispruch. Die Christin sollte zudem daran gehindert werden, das Land zu verlassen.

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