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Parlamentswahlen in Afghanistan: Schockstarre nach Mord an Polizeichef und Geheimdienstleiter

Parlamentswahlen in Afghanistan: Schockstarre nach Mord an Polizeichef und Geheimdienstleiter
Kisten mit Wahlunterlagen, Kabul, Afghanistan, 18. Oktober 2018
Am Samstag finden in Afghanistan die längst überfälligen Parlamentswahlen statt. Diese wurden aufgrund der Sicherheitssituation mehrmals verschoben. In Kandahar wurden der Polizeichef und der Geheimdienstleiter ermordet. Der NATO-Kommandeur kam mit dem Leben davon.

General und Polizeichef Abdul Rasik hatte mehrere Anschläge überlebt. Der 39-Jährige galt als mächtiger Kommandeur im Süden Afghanistans. Im vergangenen Jahr brachte der Ausschuss der Vereinten Nationen gegen Folter "zahlreiche und glaubhafte Vorwürfe" vor, dass Rasik an schweren Menschenrechtsverletzungen, einschließlich außergerichtlicher Tötungen und geheimer Haftanstalten, beteiligt gewesen sei. Sicherheitsexperten hatten im Zuge der anstehenden Parlaments- und Kommunalwahlen am Samstag vor Attentaten gewarnt. Am Donnerstag kam er bei einem Sicherheitstreffen in Kandahar in der gleichnamigen Provinz Kandahar ums Leben. Die Angreifer erschossen ihn.

Erik Prince bei einer Anhörung über Einsätze im Irak und in Afghanistan, Washington, USA, 2. Oktober 2007.

Der US- und NATO-Kommandeur in Afghanistan, Scott Miller, befand sich nur wenige Meter von Rasik entfernt. Dieser blieb unverletzt. Ebenfalls erschossen wurde der regionale Geheimdienstleiter. Der Provinz-Gouverneur zog sich schwere Verletzungen zu. Bei dem Angreifer handelte es sich um einen Leibwächter des Gouverneurs. 

In der vergangenen Woche haben sich die Taliban mit US-Vertretern getroffen. Die Taliban beanspruchen das Attentat für sich. US-Verteidigungsminister Jim Mattis sagte, es sei bislang unklar, ob sich der Mord an dem General und Polizeichef negativ auf die Zahl der Wähler auswirken würde: 

Wir müssen herausfinden, wer dies getan hat. Aber jetzt bewegen wir uns auf die Wahlen zu, und wir werden damit weitermachen, das afghanische Volk zu verteidigen. 

Miller sagte, die USA hätten mit Rasik "einen Freund" verloren. Die Parlamentswahlen waren zuvor wegen der Sicherheitsbedenken mehrmals verschoben worden. Gewählt wird in 400 Bezirken. Die Kandidaten bewerben sich um einen der 249 Parlamentssitze auf eine Amtszeit von fünf Jahren. Im kommenden April sollen die Präsidentenwahlen stattfinden. Die Wahlbeobachtungsorganisation "Freies und Faires Wahlforum" (FEFA) bemängelt, dass 40 Prozent der Wahllokale aufgrund der Sicherheitsmängel für die Afghanen nicht zugänglich seien. 

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