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Okinawa: Bedrohte Spezies verhindern wohl Baupläne für neuen US-Stützpunkt in Japan

Okinawa: Bedrohte Spezies verhindern wohl Baupläne für neuen US-Stützpunkt in Japan
Protestplakat mit Zeichnung eines Dugongs gegen die Verlegung des US-Stützpunktes an die Henoko-Küste, Okinawa, 26. Juli 2013.
Die geplante Verlegung eines US-Stützpunktes könnte nach jahrelangem Streit durch die "Okinawa-Dugongs" (Seeschweine) eine bedrohte Tierart, platzen. Aktivisten ziehen zum Schutz der Tiere vor Gericht und haben Aussicht auf Erfolg.

Rund 50.000 US-Soldaten sind auf Okinawa stationiert. Diese, so die USA, sind strategisch im Konflikt mit China im Südchinesischen Meer besonders wichtig. Für die Einwohner des kleinen Inselreiches vermittelt die hohe Zahl an Soldaten ein Gefühl von Besatzung. Immer wieder kommt es zu Zwischenfällen. Seit Jahren wird gegen den Bau eines US-Stützpunktes in der Bucht von Henoko gekämpft. Dieser soll die Futenma-Basis ersetzen, die im dicht besiedelten Ginowan liegt. Jetzt könnte das Symbol Okinawas, der Dugong (auch Seeschwein genannt), zu Hilfe eilen, falls die Gouverneurs-Wahlen zugunsten der Anwohner ausfallen.  
Am 24. September reichten US-Aktivisten und Bewohner Okinawas beim Gericht des nördlichen Distrikts Kalifornien Berufung auf ein Urteil vom August ein, um gegen den Bau des neuen US-Stützpunktes zu klagen. Die Basis, so ihr Anliegen, wird das letzte Habitat der bedrohten Dugongs vernichten. 

Quelle: Screenshot Twitter

Im August hatte ein Gericht zugunsten der Verlegung der Basis entschieden. Dagegen legten "Japan Environmental Lawyers Foundation", "Rettet die Dugongs" sowie "Turtle Island Restauration Network" Berufung ein. Der Dugong gilt als Ikone Okinawas. Der Leiter der "Turtle Island Restauration Foundation": 

Die Vernichtung von Korallenriffen für eine US-Militärlandebahn in Japan macht uns nicht sicherer. Die Zerstörung von Lebensräumen und das Artensterben machen uns alle weniger sicher. Die Okinawa-Dugongs, Meeresschildkröten, Korallenriffe, Menschen und die Meeresumwelt brauchen das US-Justizsystem, um unsere wahre nationale Sicherheit zu schützen, indem sie dieses ökologisch furchtbare Projekt ablehnen. 

Gegner der Verlegung des US-Stützpunkts gewinnt Gouverneurswahlen

Gegen den vom japanischen Premierminister Shinzo Abe favorisierten Kandidaten konnte sich beim Rennen um den Gouverneurssitz Danny Tamaki durchsetzen. Als Sohn eines US-Marinesoldaten hielt er sich auch im Vorfeld für einen Spitzenkandidaten: 

Mein Vater ist Amerikaner und meine Mutter Okinawanerin. 

Ausblick auf den US-Stützpunkt von Futenma in Ginowan auf Okinawa, Japan, 3. Mai 2010.

Seinen Vater traf Tamaki nie. Dieser entzog sich seinen väterlichen Pflichten und ging zurück in die USA, noch bevor sein Sohn das Licht der Welt erblickte. Tamaki ist davon überzeugt, dass seine teils US-amerikanische Herkunft ihm bei den Verhandlungen mit den USA helfen wird. In den sozialen Medien werfen ihm Japaner vor, er spräche noch nicht einmal Englisch. Der an Krebs verstorbene Gouverneur Takeshi Onaga war ein erklärter Gegner der hohen militärischen US-Präsenz und hatte immer wieder versucht sich gegen die mächtig Regierung in Tokio durchzusetzen. 

Der Hauptherausforderer von Tamaki, Atsushi Sakima, war aufgrund seiner Einstellung, der Favorit Abes, denn Sakima sprach sich für den Bau der Henoko-Basis aus. Diese, so das sein Argument, mache die Einwohner sicherer, weil der Stützpunkt damit in ein weniger dicht besiedeltes Gebiet verlegt wird. 

Rund 51 Hektar Korallenriffe und Seegraswiesen für die Dugongs in der Henoko-Bucht sollen dem US-Militär weichen. Die Dugongs ernähren sich hauptsächlich von Seegras. Der Bau dafür hat schon begonnen, wurde aber unterbrochen. Die Bewohner Okinawas glauben, dass der Dugong sie durch Signalrufe vor Tsunamis warnt. Unter dem japanischen Gesetz für den Schutz kulturellen Eigentums gilt der Dugong als Objekt kultureller Wichtigkeit.   

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