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Frieden mit "Terroristen"? Taliban bestätigen zweite Runde von Friedensgesprächen mit USA

Frieden mit "Terroristen"? Taliban bestätigen zweite Runde von Friedensgesprächen mit USA
Taliban versammeln sich, um den Waffenstillstand im Bezirk Ghanikhel in der Provinz Nangarhar, Afghanistan, am 16. Juni 2018 zu feiern.
Die USA beginnen eine zweite Runde von Friedensgesprächen mit den Taliban, die sie seit 2001 als Terroristen bekämpfen. Nach einem Bericht der US-Nachrichtenagentur AP, der Taliban-Vertreter zitiert, könnten die Gespräche noch diesen Monat beginnen.

Hochrangige Vertreter der afghanischen Taliban berichteten der Nachrichtenagentur Associated Press (AP), dass ein Treffen im Juli mit der US-Gesandten Alice Wells mit dem Versprechen endete, sich im September wieder zu treffen. Die Taliban sollen angeblich die Hoffnung geäußert haben, sich nach erfolgreichen Verhandlungen mit Washington einen diplomatischen Wiedereintritt in das Alltagsleben und die Politik Afghanistans zu sichern.

Der namentlich nicht genannte Taliban-Bevollmächtigte, der mit AP im politischen Büro der Miliz in Katar sprach, betonte wiederum, dass die Anerkennung des politischen Büros der Taliban und der militanten Organisation als politisches Organ durch die USA die Voraussetzung für den Frieden sei.

26. Dezember 2017: Der russische Präsident Wladimir Putin und der Präsident der Republik Usbekistan Shavkat Mirziyoyev kurz vor einem informellen Treffen der GUS.

Diese Aussagen stehen in Widerspruch zum öffentlichen Narrativ der USA, wonach Russland angeblich erhebliche Beziehungen zu den Taliban unterhalten würde.

Curtis Scaparrotti, der Oberbefehlshaber des United States European Command, behauptete am 22. März dieses Jahres, dass er gesehen habe, wie der russische Einfluss in vielen Regionen, einschließlich Afghanistan, zunimmt. In einer Erklärung an den Senatsausschuss für Streitkräfte sagte Scaparrotti, Oberbefehlshaber der NATO, dass Moskau "vielleicht" die Taliban im Kampf gegen die Streitkräfte der USA und der NATO in Afghanistan beliefere. Das russische Außenministerium wies die Vorwürfe als "Fabrikationen" zurück.

US-Behauptungen, dass Russland die Taliban bewaffnet habe, spiegelten einen Versuch wider, die Schuld für das eigene Scheitern zu verlagern, konterte der russische Sondergesandte zu Afghanistan Samir Kabulow.

Nach dem offensichtlichen Scheitern der militärischen Strategie nach 17 Jahren hoffen nun auch die US-Streitkräfte, dass eine Einigung mit den Taliban am Verhandlungstisch gefunden werden kann. Berichten zufolge wünschten sich die USA im Austausch für politische Legitimität die Akzeptanz, dass US-Truppen auf unbestimmte Zeit in Afghanistan stationiert bleiben können.

Die "USA wollen, dass die Taliban mindestens zwei Militärbasen akzeptieren, Bagram und Shorabak. Die Taliban sind nicht bereit, das zu akzeptieren", sagte Waheed Muzhda, ein ehemaliger Taliban-Beamter in Kabul, gegenüber VOA News und fügte hinzu, dass die Aufständischen nicht bereit seien, mehr als eine nominelle Anzahl von Truppen zu akzeptieren, die zur Sicherung der diplomatischen Mission der USA erforderlich sind.

Außerdem fordert Washington die Freilassung zweier Geiseln, des US-Amerikaners Kevin King und des Australiers Timothy Weeks. Beide wurden 2016 von den Taliban gekidnappt. Die Verhandlungen kommen nur einen Monat, nachdem die Taliban aufgehört haben, Mitarbeiter des Internationalen Komitees des Roten Kreuzes als Zivilisten zu behandeln, weil es dem Roten Kreuz nicht gelungen war, Gefangenen bei einem Hungerstreik in der Region zu helfen.

Im Juli wurde berichtet, dass die Trump-Administration die US-Truppen angewiesen habe, sich aus abgelegenen Regionen des Landes zurückzuziehen, um weitere Taliban-Angriffe zu vermeiden. Im vergangenen Jahr kündigte Präsident Donald Trump eine Überarbeitung der US-Strategie in Afghanistan an, dem am längsten andauernden Krieg der USA, und verwies auf die "Frustration" über den Mangel an erreichter Stabilität im Land.

"Das amerikanische Volk ist des Krieges ohne Sieg müde. Ich teile die Frustration des amerikanischen Volkes", sagte Trump im vergangenen August und fügte hinzu, dass "wir bis zum Ende kämpfen und siegen werden".

Ein US-Soldat bewacht einen Stützpunkt der Afghanischen Nationalarmee (ANA) in der Provinz Logar, Afghanistan, 5. August 2018.

USA wollen Pakistan wieder gegen Taliban einbinden

Am vergangenen Freitag stattete der US-Verteidigungsminister Jim Mattis Afghanistan einen Überraschungsbesuch ab. Mattis wurde von Joseph Dunford, dem Generalstabschef der US-Armee, begleitet, der Anfang der Woche mit Außenminister Mike Pompeo nach Islamabad gereist war, um die angespannten Beziehungen zu Pakistans neuer Regierung wieder zu verbessern.

Die Vereinigten Staaten haben Pakistan in diesem Jahr 800 Millionen US-Dollar an militärischer Hilfe zurückgehalten, nachdem sie Islamabad beschuldigt hatten, die afghanischen Taliban und das Hakkani-Netzwerk zu unterstützen. Beim Treffen mit Afghanistans Präsidenten Aschraf Ghani habe Mattis die Beendigung des 17-jährigen Krieges besprochen, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters.

"Sie diskutierten über den Friedensprozess, positive Auswirkungen der Südasienstrategie, Reformen in der afghanischen Armee, bevorstehende Parlaments- und Präsidentschaftswahlen, Terrorismusbekämpfung und Dialog mit Pakistan", sagte Ghanis offizieller Sprecher in einem Tweet nach dem Treffen.

Mattis und Dunford trafen sich auch mit US-Armeegeneral Scott Miller, der am Sonntag das Kommando über die NATO-Streitkräfte in Afghanistan übernahm. Bislang gibt es kaum Anzeichen dafür, dass Afghanistan vor den Parlamentswahlen im nächsten Monat und den Präsidentschaftswahlen im April sicherer und stabiler wird.

In den letzten Wochen töteten die Taliban Hunderte von Soldaten und Polizisten und eroberten mit einem massiven Angriff kurzzeitig die strategische Stadt Ghazni. Laut dem US-amerikanischen Long War Journal werden 61 Prozent des Territoriums entweder von den Taliban kontrolliert oder sind umkämpft. Im Gespräch mit Reportern vor seiner Ankunft in Kabul äußerte Mattis, er sei bezüglich der Friedensgespräche mit den Taliban optimistisch.

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