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Wasserenergie mit unerwünschten Nebeneffekten? - Laos plant vierten Staudamm auf Mekong

Wasserenergie mit unerwünschten Nebeneffekten? - Laos plant vierten Staudamm auf Mekong
Thailändische Protestler gegen den ersten laotischen Staudamm in Xayaburi im Jahr 2014
Laos hat eine Mitteilung über ein Staudammprojekt in der Stadt Pak Lay an die Mekong-Flusskommission gerichtet. Umweltschutzgruppen aus Thailands weiter flussabwärts gelegenen Regionen schlagen Alarm. Sie befürchten erhebliche schädliche Nebeneffekte.

Die laotische Regierung in Vientiane hat laut der Asia Times der Mekong-Flusskommission eine offizielle Mitteilung mit einer detaillierten Beschreibung eines Wasserkraftprojekts in Pak Lay in der westlichen Provinz Xayaburi vorgelegt.

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Der neue Damm soll der vierte laotische auf dem Mekong werden. Ein weiterer Damm wird ebenfalls gerade in der Region Xayaburi gebaut. Zwei weitere Stauanlagen weiter flussabwärts in Pak Beng und Don Sahong sind bereits geplant.

Chinesische Unternehmen als Projektentwickler gewonnen

Das Budget für das neue Projekt wird auf 1,8 Milliarden US-Dollar geschätzt. Berichten zufolge habe die laotische Regierung zwei chinesischen Unternehmen, der China National Electronics Import and Export Corporation und der Sinohydro Corporation, eine 30-jährige Genehmigung zur Entwicklung des Projekts erteilt.

Der Stromexport könnte zu einer wichtigen Einnahmequelle für Laos werden. Das geplante Projekt hat jedoch Besorgnis bei Umweltaktivisten in Thailand ausgelöst. Die thailändische Zeitung The Nation zitierte Channarong Wongla von der Umweltschutzgruppe Rak Chiang Khan (Liebe Chiang Khan), der erklärte, dass das Projekt negative Auswirkungen auf die Ökologie des Mekong haben würde.

Der Damm würde entlang des Hauptstroms des Mekong-Flusses ungefähr elf Kilometer flussaufwärts von der thailändischen Grenze gebaut werden.

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"Erhebliche Schwankungen bei den Wassermengen"

Channarong sprach außerdem Probleme mit bereits bestehenden anderen Mekong-Staudämmen an, die sich weiter flussaufwärts auf dem Gebiet der Volksrepublik China befinden, und argumentierte, dass "wir jedes Jahr von schwankenden Wassermengen betroffen sind".

Wenn der Pak-Lay-Staudamm gebaut wird, wird er enorme Auswirkungen auf die Lebensgrundlage der lokalen Bevölkerung entlang des Mekong-Flusses im Nordosten Thailands haben.

Nach Angaben des Sekretariats der Mekong-Flusskommission würde der Damm nach seiner Fertigstellung 770 Megawatt Strom erzeugen. Der Baubeginn sei jedoch erst für 2022 und die Fertigstellung für 2029 geplant.

Der Pak-Lay-Damm wäre der vierte entlang des laotischen Abschnitts des Mekong. Inmitten einer weltweit verbreiteten Tendenz zum Umstieg auf alternative Energiequellen gibt es eine Vielzahl von Kontroversen rund um das neue Projekt. Grund ist unter anderem die Tatsache, dass schon der dritte Staudamm von Laos, dessen Bau in Pak Beng geplant ist, bislang keinen Käufer gefunden hatte. Der bereits erwähnte Xayaburi-Staudamm ist zu etwa 70 Prozent fertig, während die Arbeiten an der Don-Sahong-Stauanlage erst begonnen haben.

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