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Friedensmarsch aus Helmand erreicht Kabul: "Macht Schluss mit dem Krieg"

Friedensmarsch aus Helmand erreicht Kabul: "Macht Schluss mit dem Krieg"
Eine künstliche Blume ziert den Turban eines Teilnehmers am Friedensmarsch, Kabul, Afghanistan, 18. Juni 2018.
Zum Ende der Feuerpause zwischen Taliban und afghanischer Regierung erreicht eine Gruppe von Aktivisten Kabul, um für den Frieden im Land zu demonstrieren. Die kriegsmüden Afghanen werben für einen friedlichen Neuanfang ohne ausländische Einmischung.

Unter Tränen fordert ein Teilnehmer des Friedensmarschs bei seiner Ankunft in Kabul ein Ende des Krieges und der Gewalt gegen die Bevölkerung. In der umkämpften Provinz Helmand begann ihr stiller Protest, nach 37 Tagen erreichten sie Kabul. Ausgelöst wurde er durch einen Sitzstreik von Männern und Frauen, nachdem eine Autobombe in der Provinzhauptstadt Laschkar Gah Ende März Dutzende verletzte und tötete. Sitzstreiks in anderen Provinzen schlossen sich, an und ein Protestmarsch unter dem Motto "Helmand Peace March" setzte sich in Bewegung, der der Hitze und den Regeln des Fastenmonats trotzte.

Halt machten sie an internationalen diplomatischen Vertretungen, auch vor der US-Botschaft wurde demonstriert. Die allesamt männlichen 65 Teilnehmer sind zwischen 17 und 65 Jahren alt. Sie begannen am 12. Mai mit nur acht Teilnehmern. Viele hatten Wunden an den Füßen. Wegen des Fastenmonats Ramadans waren sie erschöpft und litten unter Dehydrierung.

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Iqbal Khyber, der Kopf der Initiative, sagte dazu:

Wir wollen unsere Botschaft an alle Nationen herantragen, die in Afghanistan involviert sind. Macht Schluss mit dem Krieg. Diejenigen, die das Leben abseits des Krieges kennenlernen, werden nicht mehr kämpfen. Sie sehen den Unterschied zwischen Krieg und Frieden.

Sechs afghanische Provinzen durchquerte die Menschengruppe, die teils von der Regierung und teils von den Taliban regiert werden. Auf ihrem Weg begegneten ihnen immer wieder Menschen, die sie nach Hause und in ihre Moscheen einluden. Sie hörten sich das Leid der Menschen an. Mit den Taliban hatte der afghanische Präsident zunächst eine dreitägige Feuerpause während des Eid-Festes ausgehandelt. Einer Verlängerung um weitere zehn Tage stimmten die Taliban nicht zu. Während der Feuerpause sahen die Teilnehmer des Protestmarsches Taliban-Kämpfer und Soldaten, die sich zum Eid-Fest umarmten und miteinander beteten. Frauen machten Bilder mit Taliban-Kämpfern und weißen Flaggen. Als der Friedensmarsch in Kabul eintraf, war die Feuerpause jedoch beendet.

In der afghanischen Hauptstadt wurden sie von Hunderten von Menschen freudig empfangen. Die Gruppe fordert einen Waffenstillstand zwischen der Regierung und den Taliban, Friedensgespräche auf beiden Seiten, die Umsetzung gemeinsam beschlossener Gesetze durch beide Seiten und den Abzug ausländischer Truppen.

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