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Wegen Spannungen mit Volksrepublik China: Taiwan hält großangelegte Militärmanöver ab

Wegen Spannungen mit Volksrepublik China: Taiwan hält großangelegte Militärmanöver ab
Taiwanesische Soldaten nehmen an den Han-Kuang-Manövern teil, Ching Chuan Kang Air Base in Taichung, Taiwan, 7. Juni 2018.
Am Donnerstag hielt Taiwan ein großangelegtes Militärmanöver unter den Augen seines einzigen afrikanischen Verbündeten ab, erstmals auch mit Drohnen. Der Großteil der Waffen stammt aus den USA. Peking und Taipeh werfen einander jeweils Separatismus vor.

Die Präsidentin der Republik China, so der offizielle Name von Taiwan, Tsai Ing-wen, beobachtete die Manöver in der taiwanesischen Stadt Taichung nebst ihrem royalen Gast König Mswati III. aus Swasiland. An dem Manöver nehmen mehr als 4.000 Soldaten teil. 

Tsai meinte über die Han-Kuang-Manöver: 

Der effektive Einsatz unserer bewaffneten Streitkräfte ist die Garantie unserer nationalen Sicherheit. Dies ist die florierende Basis der Gesellschaft und die Kraft des Rückhalts für unsere demokratischen Normen und den Frieden. 

Chinesischer Flugzeugträger Liaoning, Manöver im westlichen Pazifik, 18. April 2018.

Beide nehmen in Anspruch, authentische Vertretung Chinas zu sein

Im Lichte der Ein-China-Politik Pekings gehört Taiwan mit zum chinesischen Territorium und wird oft als "abtrünnige Provinz" beschrieben. Taiwan betrachtet sich dagegen selbst als die eigentlich legitime politische Erscheinungsform Chinas und die wesentlich größere Volksrepublik als illegitime Abspaltung. Mit der Amtsübernahme von Tsai verschlechterten sich die Beziehungen zwischen Taipei und Peking, nachdem beide Länder immerhin 2010 bereits ein Rahmenabkommen über Wirtschaftliche Zusammenarbeit (ECFA) miteinander unterzeichnet hatten.

Swasiland ist der letzte verbliebene afrikanische Verbündete Taiwans. Die Volksrepublik China fordert von eSwatini, so die jüngst selbstgewählte neue Bezeichnung der Monarchie, die Beziehungen mit Taiwan zu kappen. Derzeit unterhält Taiwan mit 18 Ländern diplomatische Beziehungen. Taiwan beschuldigt die Festland-chinesische Regierung, sich ihre Verbündeten zu erkaufen. Peking verspräche armen Ländern im Gegenzug großzügige Hilfspakete.

Taiwan bestreitet Bestrebungen nach formaler Unabhängigkeit

Peking bestreitet dies jedoch. Burkina Faso und die Dominikanische Republik wandten sich jüngst von Taipeh ab. Die Volksrepublik China ist der Ansicht, dass Taiwan die formale Unabhängigkeit anstrebt. Tsai betonte hingegen immer wieder, dass ihre Regierung am Status quo festhalten wolle. Von den USA erhofft sich Taiwan nun mehr an Militärgerät. Schon jetzt stammt der Großteil der Waffen seiner Armee aus US-amerikanischen Produktionsstätten. 

Militärsprecher Generalmajor Chen Chung-chi erklärt: 

Während der Übungen präsentierten unsere Kämpfer ihre Möglichkeiten und unser Verbündeter konnte sich davon ein Bild machen. Dies ist eine Art, auf die wir hoffen, unseren gegenseitigen Dialog vertiefen zu können. 

Die USA werfen Peking vor, sich im Südchinesischen Meer militärisch auszubreiten. Satellitenbilder sollen eine Bebauung der umstrittenen Inseln belegen. Die Volksrepublik China verweist auf die Geschichte und reklamiert die Inseln für sich. Eine Einladung an die Volksrepublik, an "Rimpac", der größten Militärübung weltweit auf Hawaii teilzunehmen, zogen die USA wieder zurück. 

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