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Myanmar: Massaker extremistischer Rohingya an Hindu-Gemeinde soll Gewaltwelle ausgelöst haben

Myanmar: Massaker extremistischer Rohingya an Hindu-Gemeinde soll Gewaltwelle ausgelöst haben
Rohingya-Flüchtlingskinder in einer Koran-Schule im Flüchtlingscamp Cox Bazar, Bangladesch, 22. Januar 2018.
Auch Kinder sollen unter den Opfern eines Überfalls auf Hindu-Dörfer gewesen sein, für die Angehörige terroristischer Gruppen aus der Rohingya-Volksgruppe zeichnen sollen. Die Opferzahlen schwanken zwischen 53 und 69. Die Täter flüchteten außer Landes.

Am Mittwoch veröffentlichte Amnesty International einen Bericht, wonach am 25. August letzten Jahres - am jenem Tag, an dem Extremisten aus den Kreisen der Rohingya Polizeiposten in Rakhine in Myanmar angegriffen hatten - zwischen 53 und 69 Hindus in Rakhine ermordet wurden. Die Hindus sind in der Region eine Minderheit. Myanmar ist mehrheitlich buddhistisch.

Daraufhin entlud sich eine Welle der Gewalt gegen Angehörige der Rohingya-Volksgruppe selbst. Rund 700.000 Menschen aus der muslimischen Minderheit der Rohingya flüchteten ins benachbarte Bangladesch. In Myanmar waren ihnen bereits zuvor die Bürgerrechte verwehrt worden. Sie galten als Staatenlose. Wie bereits mehrfach zuvor brannten auch im Zuge dieser Gewaltwelle Dörfer der Rohingya und Berichte von Folter und Vergewaltigungen machten die Runde. 

Solidaritätsdemonstration für die Rohingya in Jakarta, Indonesien, 3. September 2017.

Amnesty International will belastbare Hinweise auf Massaker an Hindus haben

Die radikal-islamischen Terroristen der Gruppe "Arraken Rohingya Valvation Army" (ARSA) leugnete damals eine Verantwortlichkeit für die Morde an den Hindus, die dem Gewaltausbruch gegen die Rohingya vorausgegangen war. Die ARSA hatte sich 2012 formiert und verfügte über einigen Zuspruch, war jedoch schlecht finanziert und hatte kaum Zugang zu Waffen. Amnesty International spricht mittlerweile aber von Erkenntnissen, die der Gruppe vorliegen sollen und Berichte über die Exekutionen von Hindus durch ARSA-Anhänger bestätigen sollen. Diese ereigneten sich demnach in dem Dorf Kha Mang Seit. Tirana Hassan, Krisenmanagerin bei Amnesty International, erklärt: 

Die Klärung der Verantwortlichkeit für diese Grausamkeiten ist ebenso entscheidend wie jene für die Verbrechen gegen die Menschlichkeit, die [anschließend] von Myanmars Sicherheitskräften im nördlichen Rakhine-Staat ausgeführt werden. 

Ein Augenzeuge, dessen Bruder, Onkel und Vater ermordet wurden, berichtet: 

Sie richteten Männer hin. Uns wurde gesagt, seht nicht hin... Sie hatten Messer. Sie hatten auch Spaten und Eisenstangen. 

Hindu-Vertreter beklagt "einseitige Anteilnahme mit Gewaltopfern aus Rohingya-Gruppe"

In einem anderen Dorf hätten die Extremisten der ARSA 69 Männer, Frauen und Kinder gefangengenommen. Diejenigen Frauen und Kinder, die sich bereit erklärten, zum muslimischen Glauben zu konvertieren, wurden verschont, alle anderen getötet.

Die mutmaßlichen Täter sollen mit dem Flüchtlingsstrom nach Bangladesch geflüchtet sein. Ni Maul, Leiter der hinduistischen Gemeinschaft in Rakhine, kritisiert, dass es für das Schicksal der Hindus in Myanmar weniger öffentliches Interesse gibt als hinsichtlich der Gewalt gegen die Rohingya. Rund 6.000 Angehörige der muslimischen Volksgruppe sollen in Myanmar getötet worden sein. Die Vereinten Nationen sprachen gar von einem "Genozid". Erschwert wird die Aufklärungsarbeit durch den eingeschränkten Zugang für internationale Beobachter und Journalisten in Myanmar. 

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