Saudische Medien: Huthis halten 19 Öltanker vor jemenitischer Küste fest

Saudische Medien: Huthis halten 19 Öltanker vor jemenitischer Küste fest
Symbolbild. Ein saudischer Grenzsoldat auf einem Boot vor der Küste des Roten Meeres an der Seegrenze Saudi-Arabiens zu Jemen, nahe Dschāzān, am 8. April 2015.
Die jemenitischen Huthis halten 19 Öltanker davon ab, in den Hafen von Hodeidah einzulaufen, berichten saudische Medien, die den Botschafter des Königreichs im Jemen zitieren.

Der Botschafter nannte drei mögliche Gründe für die Beschlagnahmung, darunter den Versuch, Geld von den Schiffseignern zu erpressen, "die anhaltende Hungersnot des jemenitischen Volkes" und einen Plan zur Zerstörung der Tanker, die dem Roten Meer große Umweltschäden zufügen würden.

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Allerdings sind die einzigen Medien, die über die Beschlagnahmung der Tanker berichten, saudische Quellen, und es gibt keine Bestätigung von einer externen Quelle, dass die Huthis die Schiffe tatsächlich beschlagnahmt hätten. Auch über die Herkunft der Schiffe wurden keine Angaben gemacht.

Laut Saudi-Arabien halten die Huthis - eine schiitische Miliz, die vom Iran unterstützt wird - den Hafen von Hudaida als "Werkzeug des Krieges". Der Hafen ist einer der größten des vom Krieg zerrütteten Landes und Ziel vieler Öltanker sowie humanitärer Hilfe. Er wird von den Huthis kontrolliert, im Gegensatz zu anderen großen Häfen, die die saudisch geführte Koalition bereits in der Vergangenheit geschlossen hat, was die Notlage der hungernden Jemeniten verschlimmert.

Ende letzten Jahres drohten die Huthis damit, Öltanker und Kriegsschiffe unter feindlicher Flagge anzugreifen, wenn die Golfkoalition, die sie im Land bekämpft, ihre Häfen nicht wieder öffnet. Seitdem gab es mehrere Berichte über Schläge der Huthis gegen saudische Ziele, einschließlich ziviler Ziele, aber es wurde kein wirklicher Schaden angerichtet.

Dennoch erklärte Human Rights Watch nach dem jüngsten Raketenangriffsbericht, dass "die Huthi-Kräfte im Jemen die Kriegsgesetze verletzt haben, indem sie am 25. März 2018 wahllos ballistische Raketen auf besiedelte Gebieten Saudi-Arabiens abgeschossen haben".

"Aber ebenso, wie unrechtmäßige Luftangriffe der Koalition die wahllosen Angriffe der Huthi nicht rechtfertigen, können die Saudis keine Huthi-Raketen benutzen, um die Blockade lebensrettender Güter für die jemenitische Zivilbevölkerung zu rechtfertigen", sagte Sarah Leah Whitson, Ressortleiterin von Human Rights Watch für Nordafrika und den Mittleren Osten.

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Der Jemen liegt an einem der wichtigsten globalen Ölknotenpunkte am Roten Meer. Täglich passieren Millionen von Barrel Rohöl die jemenitischen Ufer, um über das Rote Meer und dem Suezkanals nach Europa zu gelangen.

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