Projekt: China plant Erzeugung von Regen über dreimal so großer Fläche wie Spanien

Projekt: China plant Erzeugung von Regen über dreimal so großer Fläche wie Spanien
Seit 2013 erzeugt China jährlich 55 Milliarden Tonnen künstlichen Regen. Nun startet das Land sein bisher größtes Projekt im Bereich des Regenmachens: Über tibetischen Berghängen sollen Regenwolken produziert werden, um die Wasserversorgung sicherzustellen.

Laut dem Plan, der in diesem Monat angekündigt wurde, beabsichtigen die chinesischen Behörden, Regen- und Schneefall auf über 1,6 Millionen Quadratkilometern zu erzeugen, einer Fläche, die etwa dreimal so groß ist wie Spanien.

Medienberichten zufolge wird Peking neue, von der staatlichen China Aerospace Science and Technology Corporation entwickelte, militärische, wetterverändernde Technologien einsetzen. Das Land plant den Bau Zehntausender Verbrennungskammern an tibetischen Berghängen. Die Kammern sollen einen festen Brennstoff verbrennen, was dazu führen soll, dass sich eine Art Silberjodid-Spray in Richtung Himmel bewegt.

Pekinger Airport streicht über 1.000 Flüge wegen Regenfälle

Mehr als 500 Brenner wurden auf alpinen Hängen in Tibet, Xinjiang und anderen Gebieten für Experimente eingesetzt. Die Daten, die wir gesammelt haben, zeigen sehr vielversprechende Ergebnisse", sagte ein namentlich nicht genannter Forscher der Morning Post.

Manchmal fing der Schnee sofort an zu fallen, nachdem wir die Kammer entzündeten. Es war wie auf der Bühne einer Zaubershow.

Die tibetische Hochebene ist für die Wasserversorgung eines großen Teils sowohl Chinas als auch Asiens von entscheidender Bedeutung. Seine Gletscher und Stauseen speisen den Gelben Fluss, den Jangtse, den Mekong und andere große Flüsse, die durch China, Indien, Nepal und andere Länder fließen.

Aus den Flugzeugen gesprüht, sorgen die Partikel dafür, dass Wasserdampf kondensiert, wodurch Wolken entstehen. Diese Wolken bringen dann den Regen. Eine einzige Wolkenaussaatkammer könnte einen Wolkenstreifen von fünf Kilometern Länge bilden.

Traditionell bedeutet "Wolkenaussaat", dass Chemikalien in Wolken geschossen werden, die die Bildung von Eiskristallen, die schließlich zu Regen werden, beschleunigen. Peking setzt dafür wie viele andere Staaten auch Militärflugzeuge ein. Da starker Smog für viele chinesische Städte ein großes Problem darstellt, ist das künstliche Regenmachen ein beliebter Weg, um die Luft zu "säubern".

Die Praxis der Wetterveränderung ist in den letzten Jahren im ganzen Land häufiger geworden. Auch bei großen öffentlichen Veranstaltungen wird sie angewandt. Im Jahr 2008 schoss China vor der Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele über 1.100 Raketen mit Silberjodid in den Himmel, um die Wolken zu zerstreuen und die Olympischen Spiele regenfrei zu halten. Das Land hat einen "Entwicklungsplan" für den Bereich der Wetterveränderung, der bis 2020 laufen soll.