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USA gaben 60 Millionen Dollar für nicht funktionsfähiges Stromnetz in Afghanistan aus

USA gaben 60 Millionen Dollar für nicht funktionsfähiges Stromnetz in Afghanistan aus
Im Nordosten Afghanistans investierten die USA 60 Millionen Dollar in ein Stromnetz, welches nie seinen Zweck erfüllte und eine Gefahr für die Anwohner darstellt. Der Krieg in Afghanistan kostete die Amerikaner seit 2001 geschätzte 1,07 Billionen Dollar.

Die Fehlinvestition wurde durch einen Bericht der Überwachungsbehörde der US-Regierung bekannt. Während die Stromleitungen gebaut wurden, stellte der Sonderinspekteur für den Wiederaufbau Afghanistans (SIGAR) fest, dass ein schlechtes Management durch das Army Corps of Enginneers dazu führte, dass das Netz im besten Fall nutzlos und im schlimmsten Fall gefährlich sein würde. 

2013 vergab die US-Armee einen Auftrag im Wert von über 116 Millionen Dollar an ein afghanisches Unternehmen. Ziel war es, in mehreren Phasen ein Stromnetz für einen Teil des nordöstlichen Afghanistans aufzubauen. Doch die dritte Phase misslang und kostete 60 Millionen Dollar. Vor Baubeginn stimmte die afghanische Regierung zu, privates Land zu erwerben, um den Weg für Stromleitungen freizumachen. Dies ist jedoch nie geschehen, die afghanischen Auftragnehmer bauten dennoch, und die Bauern lebten auf einem Gebiet, welches hätte gerodet werden müssen. Laut des Vertrags waren die Firmen zwar verpflichtet, Strom zu liefern, allerdings enthielt dieser keine Bestimmungen, dass die Leitungen auch tatsächlich mit der Umspannstation verbunden werden mussten. Das Projekt verfehlte seinen Zweck. 

Die Verteidigungsministerin bei ihrem jüngsten Truppenbesuch in Afghanistan.

Die Inspektoren von SIGAR stellten auch fest, dass viele der Strommasten auf brüchigem Boden errichtet wurden. SIGAR deckte zudem Fälle von Korruption und Diebstahl von Regierungsausrüstung durch Personal der US-Armee auf. Darüber hinaus wurden Mängel an der errichteten Infrastruktur und schlechte Wartung von Schulen und Krankenhäusern festgestellt. 

Der amerikanischen Behörde für internationale Entwicklung (USAID) gelang es zweimal, ein elektronisches Zahlungssystem zu einem Preis von 160 Millionen US-Dollar umzusetzen. Verbindungs- und Softwareprobleme zwischen afghanischen Banken sowie mangelnde politische Unterstützung für ein elektronisches Zahlungssystem werden für dessen Scheitern verantwortlich gemacht. 

Aus einem anderen SIGAR-Bericht geht hervor, dass das Pentagon die afghanischen Sicherheitskräfte finanzierte, obwohl es in Kenntnis darüber war, dass diese zahlreiche Menschenrechtsverletzungen begangen hatten, einschließlich Kindesmissbrauchs. Der Krieg in Afghanistan kostete die Amerikaner seit 2001 schätzungsweise 1,07 Billionen Dollar. 

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