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Handelskrieg zwischen China und den USA: Peking bereitet Gegenangriff vor

Handelskrieg zwischen China und den USA: Peking bereitet Gegenangriff vor
Ein Mitglied der chinesischen Armee vor einem Porträt Maos, Peking, China, 4. März 2018.
Am Donnerstag reagierte bereits die Börse in den USA auf die von US-Präsident Trump verhängten Stahlzölle. Während die EU mit einer Galgenfrist verschont blieb, trifft es China. Peking bereitet nun einen Gegenschlag vor, welcher der US-Mittelklasse Schmerzen bereiten dürfte

China holt zum Gegenschlag aus und will US-Produkte im Wert von drei Milliarden US-Dollar mit Strafzöllen versehen, um Verluste aufgrund von Trumps Stahl- und Aluminiumzöllen auszugleichen. Dies bestätigte der chinesische Botschafter in den USA, Cui Tiankai am Donnerstag in einer auf Facebook veröffentlichten Video-Botschaft:

Wir wollen keinen Handelskrieg mit den USA oder mit irgendjemand anderes, aber wir haben keine Angst davor. Wenn jemand versucht, uns einen Handelskrieg aufzuzwingen, dann schlagen wir zurück. Wir werden tun, was auch immer wir können, um unsere legitimen Interessen zu vertreten. Wir werden auch tun, was auch immer wir können, um das offene legale Handelssystem zu schützen."

128 amerikanische Produkte, so das chinesische Handelsministerium, sind betroffen, vom Schweinefleisch, über Wein und nahtlosen Stahlrohren. Diese werden nach Pekings Vorgaben mit Zöllen von 15 Prozent belegt. Dabei gehen die Chinesen in zwei Schritten vor: ohne Einigung mit den USA werden die 15 Prozent Zölle wirksam, in einem zweiten Schritt werden 25 Prozent erhoben. 

US-Präsident Donald Trump unterzeichnete am Donnerstag ein Dekret, das vorsieht, den Rivalen China mit milliardenschweren Strafzöllen zu belegen. Die Zeiten seien vorbei, in denen China auf Kosten der USA wirtschaften könne, so Trump.

Trump hatte die EU von den Strafzöllen vorerst ausgenommen. China aber wird von Trumps Entscheidungen hart getroffen. Für Importe von chinesischem Stahl in die USA gelten künftig 25 Prozent, für Aluminium 10 Prozent. Robert Lighthizer, US-Handelsbeauftragter im Kabinett Trumps, wurde damit beauftragt eine Liste mit chinesischen Produkten vorzubereiten, welche binnen 15 Tagen mit Zöllen belegt werden könnten. Dem amerikanischen Wirtschaftsministerium bleiben 60 Tage Zeit für Vorschläge zur Begrenzung chinesischer Investitionen. Der Benchmark S&P 500 brach am Donnerstag um 2,5 Prozentpunkte ein, während der Dow Jones Verluste von 700 Punkten (2,39 Prozent) verzeichnete. 

Am Ende raubt der Handelskrieg mit China die Ersparnisse der amerikanischen Mittelklasse 

Der chinesische Botschafter Washingtons warnte unterdessen vor den Folgen eines Handelskriegs zwischen Peking und Washington. Am Ende würden einen solchen die US-Bürger zu spüren bekommen: 

Am Ende wird es jeden schmerzen. Es wird bestimmt den Alltag der amerikanischen Mittelklasse treffen. Es wird die Bilanzen der amerikanischen Firmen treffen. Es wird den Index auf dem Finanzmarkt treffen. Es wird das Vertrauen der Menschen in langwährende wirtschaftliche Prognosen untergraben. Ich denke nicht, dass irgendjemand hierdurch gewinnen kann." 

Eine Gruppe von 45 amerikanischen Einzelhandelsfirmen, darunter Walmart, Costco und Best Buy, appellierten an den US-Präsidenten, dass die Zölle den USA und den US-Bürgern schaden werden. Dadurch würden sich Alltagsprodukte wie Kleidung und elektronische Geräte verteuern. Ein US-politischer Think Tank "Information Technology and Innovation Foundation" errechnete, dass ein 25-prozentiger Zoll auf Importe im Bereich der Informations- und Kommunikationssysteme die USA über zehn Jahre rund 332 Milliarden Dollar kosten werde. Schon Zölle von 30 Milliarden pro Jahr würden US-Familien ein Drittel ihrer Ersparnisse berauben. 

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