Satellitenbilder verraten: Militär macht in Myanmar muslimische Dörfer dem Erdboden gleich

Satellitenbilder verraten: Militär macht in Myanmar muslimische Dörfer dem Erdboden gleich
Durch Sicherheitskräfte der myanmarischen Armee gefangengenommene Einwohner eines von Rohingya-Muslimen bewohnten Dorfes im September 2017.
In Myanmar hat das Militär nach Berichten der Menschenrechtsgruppe Human Rights Watch (HRW) mehrere Dutzend muslimischer Dörfer dem Erdboden gleich gemacht. Die HRW stützte sich dabei am Freitag auf Bilder, die von Satelliten aus dem Weltraum aufgenommen wurden.

Dem Bericht zufolge wurden seit Ende vergangenen Jahres im Bundesstaat Rakhine durch das Militär mindestens 55 Dörfer von Angehörigen der muslimischen Minderheit der Rohingya zerstört. Auf diese Weise würde eine Rückkehr der Flüchtlinge praktisch unmöglich. Zudem vermutet HRW, dass Beweise für Misshandlungen vernichtet werden sollten. Der Asien-Direktor von HRW, Brad Adams, sagte:

Wer diese Gebiete dem Erdboden gleichmacht, löscht die Erinnerung aus.

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Die Vereinten Nationen bezeichnen das Vorgehen des Militärs, das in Myanmar zusammen mit Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi an der Regierung ist, als "ethnische Säuberung". Nach einer Vereinbarung zwischen Myanmar und Bangladesch hätte  schon vor mehr als einem Monat mit der Rückkehr von Flüchtlingen begonnen werden sollen. Tatsächlich harren in Bangladesch bis zu 700.000 Muslime unter katastrophalen Bedingungen in Flüchtlingslagern aus. (dpa)