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Kanadischer Premier Trudeau in Indien: Eisiger Empfang von Modi

Kanadischer Premier Trudeau in Indien: Eisiger Empfang von Modi
Premierminister Kanadas Justin Trudeau mit seiner Frau Gregoire Trudeau und seinen Kindern bei der Ankunft in Neu Delhi, Indien, 17. Februar 2018.
Kanadas Premierminister kam am Samstagabend mit seiner Familie in Indien an mit dem Ziel, die Handelsbeziehungen zwischen den Ländern zu verbessern. Der Empfang entsprach jedoch eher kanadischen Temperaturen - Grund: umstrittene Sikh-Politiker im Kabinett.

In Kanada leben 1,4 Millionen Inder, sie stellen damit rund drei Prozent der kanadischen Bevölkerung. Es ist der erste Besuch Trudeaus in Indien. Statt seines indischen Amtskollegen begrüßte jedoch der Landwirtschaftsminister Gajendra Singh Shekhawat Trudeau und dessen Familie bei der Ankunft in Neu Delhi. 

Dies führte zu Kritik in den sozialen Medien: 

Nutzer der sozialen Medien zogen auch Vergleiche zum Besuch von Irans Präsident Hassan Rohani, denn auch dieser schien wichtiger zu sein als Trudeau: 

Ein Nutzer aber wies auf das Protokoll hin und fand die Begrüßung durch den Landwirtschaftsminister nicht ungewöhnlich: 

Nur Obama, der israelische Ministerpräsident und der Kronprinz der VAE brachen mit dem Protokoll und begrüßten den indischen Premierminister am Flughafen während seines Besuchs in den entsprechenden Ländern. Nichts Ungewöhnliches, wenn er die Gefälligkeit erwidert und sie persönlich begrüßt. 

Trudeaus Besuchsziel ist es, den Handel zwischen den Ländern zu verbessern. Trotz einer Verdoppelung in den vergangenen zehn Jahren reflektiere die Zahl noch nicht dessen wahres Potenzial, erklärte die indische Außenministerin Sushma Swaraj. 

Am Montag wird Trudeau auf seinen indischen Amtskollegen Narendra Modi treffen. Teil der kanadischen Delegation sind auch Kabinettsmitglieder aus der Gruppe der Sikh. Geplante Themen sind: zivile Nutzung von Nukleartechnologie, Verteidigung, Energie, Ausbildung und Raumfahrt.

Das bilaterale Verhältnis belasten Vorwürfe, wonach Mitglieder des kanadischen Kabinetts radikale Sikh-Gruppen in Indien unterstützten. Die betreffenden Politiker weisen die Vorwürfe von sich. Der leitende Minister für den Punjab, Amarinder Singh, teilte dem Outlook India Magazine mit: 

Es scheint Beweise dafür zu geben, dass sich Khalistani-Sympathisanten in Trudeaus Kabinett befinden. 

Sikh-Extremisten kämpfen seit langem für einen unabhängigen Staat. Dies dürfte Trudeau in eine schwierige Lage bei seinem Besuch des "Goldenen Tempels" (Harmandir Sahib) bringen, der heiligsten Stätte der Sikhs und Schauplatz eines Massakers im Jahre 1984. Im Jahr 2015 hatte Modi Toronto besucht. Er sprach dort vor 10.000 Mitgliedern der indischen Diaspora. 

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