High-Tech: China will neuen Supercomputer auf den Markt bringen

High-Tech: China will neuen Supercomputer auf den Markt bringen
Tianhe-2 (Symbolbild)
Supercomputer, die auf chinesischen Verarbeitungseinheiten laufen, sind auf dem Vormarsch. Ein neues Modell soll gar in der Lage sein, eine Trillion Berechnungen pro Sekunde durchzuführen. Die Nationaluniversität des Landes war an der Entwicklung beteiligt.

Ein Prototyp von Chinas "exascale"-Supercomputer der nächsten Generation, der in der Lage ist, Daten zu verarbeiten, die einer Trillion von Berechnungen innerhalb eines Wimpernschlags entsprechen, soll noch in diesem Jahr getestet werden, teilte das Nationale Supercomputerzentrum in Tianjin am Montag in einer Erklärung mit.

Ausgeschrieben wird die Leistungszahl wie folgt: 1.000.000.000.000.000.000

Chinas Vize-Premierministerin Liu Yandong auf der Nationalen Messe der Wissenschaften und der Technologie in Peking im Jahr 2013.

Der neue Supercomputer, der in Zusammenarbeit mit der Nationalen Universität für Verteidigungstechnologie der Volksbefreiungsarmee entwickelt wurde, soll 200 Mal schneller sein und 100 Mal mehr Speicherkapazität haben als der 600 Millionen Yuan (etwa 76,6 Millionen Euro) teure Tianhe-1 Supercomputer, der 2010 in Tianjin auf den Markt gekommen war. Bereits das ältere Modell ist in der Lage, eine maximale Leistung von 2,5 Peta Floating Point Operations Per Second (FLOPS), ein Maß für die Computerleistung, zu erreichen. Er galt im Zeitraum von Oktober 2010 bis Juni 2011 kurzzeitig als schnellster Computer der Welt, berichtete Xinhua.

Tianhe-1 ist heute voll ausgelastet, da Chinas militärischer und kommerzieller Bedarf an Supercomputern seit seiner Markteinführung sprunghaft angestiegen ist. Die Leistung von Supercomputern wird für Aufgaben wie simulierte Nukleartests und Waffendesign, Ölexplorationen, die Gerätemodellierung, biologische Medizin, Animationsdesign und die Wettervorhersage genutzt.

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Zwei chinesische Supercomputer führen Weltrangliste an

Maschinen dieser Art sind genau genommen Cluster von zehntausenden Prozessoren, zentralen Verarbeitungseinheiten und grafischen Verarbeitungseinheiten, sowie Legionen von Servern, die typischerweise Hunderte von Quadratmetern belegen.

Chinesische Supercomputer belegen die ersten beiden Plätze der aktuellen Top-500-Liste, die Informatiker mehrerer Einrichtungen in den Vereinigten Staaten, darunter des National Energy Research Scientific Computing Centers und des Lawrence Berkeley National Laboratory, zusammengestellt haben.

Den ersten Platz nimmt derzeit der Sunway TaihuLight-Computer ein, der in der ostchinesischen Stadt Wuxi im Einsatz ist. Er hat eine LINPACK-Benchmark-Bewertung von 93 FLOPS, basierend auf 40.960 chinesischen SW26010 64-Bit-Prozessoren. Diese weisen wiederum die Sunway-Architektur auf, bestehen insgesamt aus 10.649.600 CPU-Kernen und arbeiten mit einem von Linux abgeleiteten Sunway-Raise-Betriebssystem. China meidet mittlerweile Intels Xeon-Prozessoren und Nvidia-Grafikprozessoren, die zuvor in chinesischen Supercomputern verbaut worden waren.

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