China meldet erfolgreiche Tests neuer Raketen gegen mögliche US-Flugzeugträger-Einsätze

China meldet erfolgreiche Tests neuer Raketen gegen mögliche US-Flugzeugträger-Einsätze
(Symbolbild)
Medienberichte deuten an, dass China eine neue Variante seiner mächtigen DF-21D-Rakete getestet habe. Eine Spezialbrigade der Raketenkräfte habe die Übung durchgeführt. Die Rakete sei in der Lage, einen Flugzeugträger-Angriffsverband außer Gefecht zu setzen.

Die staatliche Rundfunkanstalt China Central Television und Sina Military berichteten, dass die neue Rakete "um 30 Prozent leistungsfähiger" sei als die Vorgängergeneration der DF-21D-Rakete, die Medien gaben jedoch keine weiteren Details zu deren Spezifikationen oder den Parametern der Tests bekannt.

Es wird vermutet, dass die Trägerrakete der Serie einen großen Schub hinsichtlich ihrer Geländegängigkeit erhalten hat, denn das Vorgängermodell benötigte noch Unterstützungsfahrzeuge und musste sich auf einer riesigen Festfläche befinden, um starten zu können.

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Außerdem bleibt unklar, ob die Rakete in Bezug auf Reichweite oder Geschwindigkeit verbessert wurde.

Als die Raketenfamilie Anfang der 2000er Jahre erstmals in Dienst gestellt wurde, galt sie als die weltweit erste hypersonische, satellitengesteuerte ballistische Anti-Schiff-Rakete, die in der Lage war, einen sich bewegenden Flugzeugträger mit einer maximalen Reichweite von mehr als 1.450 Kilometern ins Visier zu nehmen. Dies ermöglichen ihr ein manövrierfähiger Wiedereintrittskörper, ein Terminalleitsystem und ein Überhorizontradar.

Revanche für die Taiwan-Straßen-Krise 1995?

Experten gehen auch davon aus, dass die Raketenfamilie in der Lage sei, Submunitionssprengköpfe sowie einen Atomsprengkopf einer Größe von 300 Kilotonnen zu tragen.

Kurz gesagt: Die Macht der DF-21D-Serie, die den Spitznamen "Carrier Killer" (zu Deutsch: Flugzeugträger-Vernichter) trägt, könnte dazu beitragen, dass Washington es sich zweimal überlegt, bevor es seine Schiffe in die Taiwan-Straße schickt und das Leben seiner Besatzungen riskiert, sollte Peking beispielsweise eine Invasion durchführen, um Taiwan zurückzuerobern. Peking betrachtet das ehemalige Formosa als abtrünnige Provinz.

In der Taiwan-Straßen-Krise von 1995 hatte das Pentagon die USS Nimitz entsandt, um die Meerenge in einer hochkarätigen Co-Verteidigungsstellung zu durchqueren, nachdem Peking Übungen im Ostchinesischen Meer abgehalten hatte. Die Volksrepublik wollte so die Taiwanesen davon abhalten, einen unabhängigen Präsidenten zu wählen. Peking musste sich jedoch angesichts der Intervention Washingtons zurückziehen.

Mit der Schaffung der DF-21D-Rakete könnte Peking diese Schmach überwunden haben.

"Theoretisch keine Verteidigung möglich"

Ein Bericht des U.S. Naval Institute aus dem Jahr 2009 bestätigte die gewaltige Bedrohung durch die Rakete und stellte fest, dass ihr Sprengkopf groß genug sei, um einen Flugzeugträger mit einem Schlag zu zerstören. Zudem gäbe es derzeit theoretisch "keine Verteidigung dagegen".

Das Pentagon hat seine Zerstörer der ballistischen Raketenabwehr im Pazifik aufgestellt, um die dort stationierten Flugzeugträger-Angriffsverbände für den Fall, dass sich eine derartige Rakete in der Luft befindet, rechtzeitig warnen zu können, damit diese sich aus dem Zielgebiet wegbewegt.

Peking seinerseits stellte Raketen entlang der chinesischen Küste in Provinzen wie Fujian, Zhejiang, Guangdong, Jiangsu, Shandong und Liaoning auf, um sicherzustellen, dass Kriegsschiffe der taiwanesischen und japanischen Marine oder gar der US-Flotte bei einem militärischen Kräftemessen in der Taiwan-Straße überwältigt werden können.

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