Nordkorea: Neue Sanktionen sind Kriegserklärung- Kräftegleichgewicht mit USA notwendig

Nordkorea: Neue Sanktionen sind Kriegserklärung- Kräftegleichgewicht mit USA notwendig
Der nordkoreanische Führer Kim Jong Un hält eine Rede auf der 5. Konferenz der der Partei der Arbeit am 23. Dezember. Foto von der nordkoreanischen Nachrichtenagentur (KCNA) in Pjöngjang am 24. Dezember 2017 veröffentlicht.
Das Außenministerium in Pjöngjang erklärte, dass es den jüngsten Sanktionsbeschluss des UN-Sicherheitsrats als "kriegerische Handlung" ansieht und gelobte, sein Nuklearprogramm zu konsolidieren.

In einer Erklärung der staatlichen Nachrichtenagentur KCNA vom Sonntag sagte das Außenministerium, dass die neuen Maßnahmen der USA die Souveränität Nordkoreas verletzen und Frieden und Stabilität auf der koreanischen Halbinsel gefährden.


Wir definieren diese von den USA und ihren Anhängern zurechtgebastelte "Sanktionsresolution" als einen schwerwiegenden Verstoß gegen die Souveränität unserer Republik, als einen Kriegsakt, der Frieden und Stabilität auf der koreanischen Halbinsel und in der Region verletzt, und lehnen die "Resolution" kategorisch ab", hieß es aus dem Ministerium.

UN-Sicherheitsrat verhängt neue Sanktionen gegen Nordkorea

Der 15-köpfige UN-Sicherheitsrat stimmte am Freitag für die Verhängung weiterer harter Sanktionen gegen Nordkorea als Reaktion auf den jüngsten Raketentest und gelobte, Pjöngjang daran zu hindern, sein Atomprogramm voranzutreiben.

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Die Maßnahmen sehen vor, dass Nordkoreaner, die im Ausland arbeiten, innerhalb von zwei Jahren nach Hause zurückkehren. Unter anderem werden Lieferungen von Mineralölerzeugnissen wie Benzin, Diesel und Schweröl an das Land auf ein Viertel der erlaubten Menge begrenzt. Die von den USA eingebrachte Resolution enthält auch ein Exportverbot auf Lebensmittel und landwirtschaftliche Produkte, Maschinen, elektrische Geräte, Gesteine und Holz sowie auf Schiffe.

Komplette wirtschaftliche Blockade - Feindseligkeit und Erpressung

Die neuen Sanktionen kämen einer "kompletten wirtschaftlichen Blockade der Volksrepublik" gleich, hieß es am Sonntag in der Erklärung des Außenministeriums in Pjöngjang. Hinter der Resolution stünden die USA und ihre Anhänger, wurde ein Sprecher von den Staatsmedien zitiert. Washington wurde in der Erklärung eine "feindselige Politik" und "nukleare Erpressung"vorgeworfen.

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Nordkoreas Außenministerium drohte allen Unterstützern der Resolution. Sie würden alle "einen hohen Preis" dafür bezahlen. Der Beschluss stelle eine "schwere Verletzung der Souveränität unserer Republik und eine kriegerische Handlung gegen Frieden und Stabilität der koreanischen Halbinsel" dar.

Der Ärger Pjöngjangs bezog sich vorrangig auf die USA. Wie Florence Looi vom Nachrichtendienst Al Jazeera in Seoul, Südkorea, sagte, sei dies kaum verwunderlich

Die Erklärung scheint einen Großteil ihrer Wut auf die USA gerichtet zu haben, und das ist wiederum keine Überraschung, denn es sind die USA, die die letzte Runde der Sanktionen ausgehandelt haben.

In seiner Erklärung verteidigte Nordkorea das Raketen- und Atomwaffenprogramm. Die Vereinigten Staaten seien völlig verängstigt über die nordkoreanischen Errungenschaften zur Vollendung der staatlichen Nuklearstreitkräfte und würden

immer wahnsinniger in den Schritten, die härtesten Sanktionen und Druck auf unser Land auszuüben", so das Außenministerium.
"Wir werden unsere selbstverteidigende nukleare Abschreckung, die darauf abzielt, die nuklearen Bedrohungen, Erpressungen und feindlichen Aktionen der USA grundlegend auszumerzen, weiter konsolidieren, indem wir das praktische Kräftegleichgewicht mit den USA herstellen.

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