icon bookmark-bicon bookmarkicon cameraicon checkicon chevron downicon chevron lefticon chevron righticon chevron upicon closeicon v-compressicon downloadicon editicon v-expandicon fbicon fileicon filtericon flag ruicon full chevron downicon full chevron lefticon full chevron righticon full chevron upicon gpicon insicon mailicon moveicon-musicicon mutedicon nomutedicon okicon v-pauseicon v-playicon searchicon shareicon sign inicon sign upicon stepbackicon stepforicon swipe downicon tagicon tagsicon tgicon trashicon twicon vkicon yt

Weg von den USA: Pakistan will umfassendes Energieabkommen mit Russland

Weg von den USA: Pakistan will umfassendes Energieabkommen mit Russland
Pakistan und Russland schließen diese Woche mehrere Vereinbarungen über die Verlegung einer Offshore-Gaspipeline und der Nord-Süd-Pipeline für verflüssigtes Erdgas. Die Vereinbarungen sind zehn Milliarden US-Dollar schwer.

„Eine pakistanische Delegation wird am Mittwoch nach Russland reisen, um die Abkommen für die beiden Gaspipeline-Projekte zu unterzeichnen“, sagte ein hoher pakistanischer Regierungsbeamter im Gespräch mitThe Express Tribune.

Inter State Gas Systems (ISGS) - ein Staatsunternehmen, das zur Abwicklung von Gasimportfragen gegründet wurde - ist mit den wichtigsten Gaspipeline-Projekten Pakistans beauftragt. ISGS-Geschäftsführer und der Erdöl-Sekretär sind Teil der pakistanischen Delegation nach Moskau.

Russland, das riesige Gasreserven im energiereichen Iran fördert, plant den Export von iranischem Gas durch die Verlegung einer Offshore-Pipeline durch den Hafen von Gwadar nach Pakistan und Indien.

Zuvor hatten sich die pakistanische und russische Regierung während des Besuchs von Premierminister Shahid Khaqan Abbasi in Russland auf die Unterzeichnung des Offshore-Gaspipeline-Abkommens verständigt.

ISGS arbeitet auch am zehn Milliarden US-Dollar schweren TAPI-Projekt, das vorsieht Afghanistan, Pakistan und Indien mit Erdgas aus Turkmenistan zu versorgen. Pakistan könnte eine Beteiligung Russlands und TAPI unterbreiten.

Die Projekte werden als „Game Changer“ für Pakistan gehandelt. Sie würden nicht nur zu einer verbesserten regionalen Vernetzung führen, sondern auch den Energiebedarf des Landes decken, heißt es. Auch Russland sucht im Zuge des anhaltenden westlichen Sanktionsregimes seit 2014 nach alternativen Märkten. Moskau möchte insbesondere von der wachsenden Energienachfrage in Südasien profitieren.

Der Pakistan-Experte und Direktor der Universität für Management und Technologie in Lahore, Ibrahim Qazi, erklärte auf Anfrage von RT Deutsch:

Pakistan unternimmt große Investitionen, um das Defizit im Energiesektor zu beheben. Das wird geopolitisch die Beziehung Pakistans zu den Vereinigten Staaten zugunsten Russlands verändern, es sei denn, es gibt eine signifikante Änderung in der Herangehensweise der Trump-Administration gegenüber Pakistan.“

„Die Abkommen werden definitiv neue Kapitel in der Zusammenarbeit mit Russland eröffnen, die ansonsten eine turbulente Geschichte hat angesichts des sowjetischen Exodus aus Afghanistan und einer engen militärischen Zusammenarbeit Pakistans mit den USA im Kalten Krieg“, fügte der Universitätsdirektor hinzu.

Die pakistanische Bergregion Wasiristan grenzt an Afghanistan und gilt als Rückzugsgebiet islamistischer Aufständischer. Bei US-Drohneneinsätzen kommen immer wieder Zivilisten ums Leben, was Proteste der lokalen Bevölkerung heraufbeschwört.

„Solche massiven Geschäftsabschlüsse werden einen neuen Weg für engere diplomatische Beziehungen zwischen Russland und Pakistan eröffnen“, kommentierte ein hochrangiger Regierungsbeamte aus Islamabad vor dem Abflug der Delegation gegenüber The Express Tribune.

Pakistan befindet sich in einer kritischen Phase in seinen Beziehungen zu den USA. Zankapfel ist die neue Afghanistan-Politik von Präsident Donald Trump, die eine wichtige Rolle Indiens in dieser Region vorsieht. Pakistan lehnt den Vorschlag ab. Islamabad fürchtet, dass die USA auf diese Weise ebenso einen geostrategischen Zangengriff Delhis über Kabul gegen Pakistan unterstützen.

Nach der Unterzeichnung der Absichtserklärung für die Offshore-Pipeline, so der Regierungsbeamte, werden die Arbeiten an der Machbarkeitsstudie beginnen, um die Durchführbarkeit des Projekts zu beurteilen. Russland sei bereit, die Studie zu finanzieren.

Diese Webseite verwendet Cookies. Klicken Sie hier, um mehr zu erfahren

Cookies zulassen