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Okinawa: Wut über Flugbetrieb von US-Helikoptern nach Zwischenfall

Okinawa: Wut über Flugbetrieb von US-Helikoptern nach Zwischenfall
Demonstranten gegen die Verlegung einer US-Militärbasis Naha, Okinawa, Japan, 17. Mai 2015.
Vor einigen Tagen ist ein Fenster samt Rahmen aus einem US-Militärhelikopter auf einen Sportplatz in Japan gefallen. Dabei wurde ein Kind verletzt. Das Flugverbot währte nur kurz. Die Präsenz des US-Militärs auf Okinawa stört das öffentliche Leben und die Anwohner bangen um ihre Sicherheit.

Schon am 18. Dezember, nur fünf Tage nach dem Zwischenfall, flogen die CH-53 E-Transporthelikopter wieder über Okinawa. Ein 10-jähriger Junge, der mit rund 50 anderen Grundschülern auf einem Sportplatz spielte, wurde durch ein herabfallendes Cockpit-Fenster verletzt. Tage zuvor landete ein zylindrisches Objekt auf dem Dach eines Kindergartens.  

Mitsuo Chinen, Leiter des Kiyuno-Gemeinderats der Stadt Ginowan auf Okinawa, das Distrikt, in welchem sich die Grundschule Futenma No.2 befindet und sich der Unfall ereignete: 

Wo oder an wen soll ich meinen Ärger richten? Die [Helikopter] können keine Erlaubnis haben, über Schulen zu fliegen. Es ist sehr schade, dass sich die Kinder nicht mal sicher fühlen können, wenn sie nach draußen zum Spielen gehen. Mir erscheint es so, als wenn sie die Flüge deshalb so schnell wieder aufnehmen, weil sie auf Okinawa herabblicken. 

Generaloberst der US-Marine, Darin Clarke, besuchte die Grundschule und entschuldigte sich für die Unannehmlichkeiten und die Angst, die hierdurch bei den Kindern verbreitet wurde. Er versprach, dass die Flugkörper seiner Streitkräfte Schulen so gut wie möglich meiden werden. Ein Versprechen, mit dem sich die Rektorin der Schule nicht zufrieden gibt. Etsuko Kyan gegenüber dem Generaloberst: 

Soweit wie möglich reicht nicht. Ich will hören, dass sie nicht über unsere Schule fliegen, Punkt. 

A US Marine-Helikopter CH-53 Sea Stallion

Der Gouverneur Okinawas, Takeshi Onaga, reiste eigens nach Tokio, um die Regierung Shinzo Abes aufzufordern, Druck auf das US-Militär auszuüben. Alle Helikopter sollten ein Flugverbot erhalten, bis deren Sicherheit geklärt werden kann. Das amerikanische Militär führt das herabfallende Fenster auf menschliches Versagen zurück. In einer Presseerklärung des US-Militärs heißt es:

Alle CH-53 E-Flugkörper wurden gründlichst inspiziert, um sicherzugehen, dass es keine mechanischen und baulichen Probleme im Zusammenhang mit den Fenstern gibt. Die notwendigen Maßnahmen zur Feststellung, dass die Fenster sicher befestigt sind, wurden nicht korrekt befolgt. Wir haben daraufhin zusätzliche Trainings mit unserem Flugpersonal und den Mechanikerteams durchgeführt.

Die Frustration der Anwohner ist angesichts der Unfallserien groß. Seiryo Arakaki, Repräsentant der Stadt Ginowan gegenüber der japanischen Zeitung Mainichi: 

Wenn es menschliches Versagen war, macht es das nicht besser. Jedes Mal, wenn es einen Unfall gibt, gibt das US-Militär bekannt, es werde Maßnahmen ergreifen, um eine Wiederholung zu verhindern. Und trotzdem hören die Unfälle nicht auf. Ich bezweifle, dass die wiederholten Gegenmaßnahmen dieses Mal etwas bringen. 

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