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Chinesisch-indischer Medienkrieg geht weiter: Chinas Truppen sollen auf Doklam-Plateau campieren

Chinesisch-indischer Medienkrieg geht weiter: Chinas Truppen sollen auf Doklam-Plateau campieren
Die chinesische Volksbefreiungsarmee während einer Winterübung (Symbolbild)
In Indiens Medien machen neue Anschuldigungen gegen China die Runde. Peking hat Behauptungen, seine Truppen wären in das Grenzgebiet auf dem umstrittenen Doklam-Plateau zurückgekehrt, nicht bestritten. Auch das Umland will die Volksrepublik nicht verlassen.

Die Asia Times berichtet, indische Medien hätten eine Reihe neuer Vorwürfe gegen China erhoben. Diesen zufolge sollen zurzeit ungefähr 1.600 bis 1.800 chinesische Soldaten auf dem zwischen beiden Ländern umstrittenen Doklam-Plateau "campieren". Das Plateau befindet sich im Grenzgebiet zwischen Tibet und Bhutan und gilt als Konfliktgebiet, da es bis heute keine genaue Grenzlinie gibt, die sowohl von Peking als auch von Neu-Delhi akzeptiert würde.

Israelische Heron-Drohne in Emmen, Schweiz, 20. September 2012.

Der neue Aufschrei ist ein Folgeereignis der im Sommer entflammten, erbitterten Polemik zwischen den beiden Ländern, die damals der Bau einer Straße hervorrief. Diese, so argwöhnte man in Indien, sei angeblich dazu bestimmt gewesen, den Einsatz der chinesischen Volksbefreiungsarmee auf dem Plateau zu beschleunigen.

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Festigt Peking seine Stellung im Konfliktgebiet?

Zwei Hubschrauberlandeplätze, ein Dutzend Fertighäuser und sogar Geschäfte gehören zu den permanenten Bauten, die unter chinesischer Schirmherrschaft im Grenzgebiet vor Ort errichtet worden seien, schreiben indische Zeitungen.

Zuvor hatten Beobachter und Experten erwartet, der Streit würde sich bei Wintereinbruch abkühlen, da die chinesischen Truppen anfänglich nur im Frühjahr - genau genommen im April und Mai - und im Herbst - da im Oktober und November - in dem Gebiet patrouilliert hatten. In Indien will man dem Braten jedoch nicht trauen.

China ist sehr daran interessiert, Doklam zu usurpieren, um seinem engen Chumbi-Tal, das zwischen Sikkim und Bhutan liegt, eine strategische Tiefe zu verleihen", berichtete die Times of India.

In diesem Zusammenhang zitiert das Blatt nach eigenen Angaben Quellen aus dem indischen Sicherheitsdienst, die geäußert hätten:

Die Truppen der Volksbefreiungsarmee sind in diesem Winter zum ersten Mal in einem Gebiet, das wir als bhutanisches Territorium betrachten, stationiert geblieben. Entlang der früheren Frontlinie bleibt es jedoch beim Status quo.

In chinesischen Medien, genauer in der Zeitung Global Times, erschien wiederum am Montag ein Meinungsartikel, der zumindest implizit bestätigt, dass Befestigungen wie die von indischer Seite angesprochenen in Doklam tätsächlich errichtet worden seien. In dem Text heißt es weiter, dass Neu-Delhi nun "die Folgen und die Realität" akzeptieren müsse. Global Times wies auf, wie sie es nannte, Indiens wiederholte "Invasionen" auf chinesisches Territorium hin. Deren jüngste wäre eine indische Militärdrohne gewesen, die in diesem Monat während einer angeblichen Erkundungsmission über Tibet abstürzte.

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Ein Sprecher des chinesischen Außenministeriums erklärte, dass China jedes Recht habe, seine Truppen innerhalb seiner eigenen Grenzen zu stationieren und einzusetzen, und wich dabei der Frage eines Journalisten aus, wie lange die Truppen auf dem Doklam-Plateau bleiben würden.

Indische Grenztruppen in Panzgam, Distrikt Kaschmir Kupwara.

Wettrüsten im Grenzgebiet

Der angesprochene Leitartikel der Global Times enthielt außerdem eine "warme Erinnerung" in Richtung Neu-Delhi, dieses möge "nicht hysterisch bezüglich der Sicherheit seines Siliguri-Korridors werden". Dieser ist auch unter dem Namen "Chickens Neck" bekannt und verbindet die östliche Region des Landes, namentlich die Brahmaputra-Ebene samt Umgebung, mit dem Rest Indiens.

Der Autor erklärt, dass Neu-Delhi "keine Chance" habe, ein Wettrüsten im Grenzgebiet zu gewinnen, falls es zu einem solchen kommen würde. Chinas Sachkompetenz im Ingenieur- und Baubereich sowie seine Finanzierungsmöglichkeiten würden es der Volksrepublik ermöglichen, Bulldozer zur Arbeit in jeder rauen Umgebung zu schicken.

Im September hatte der indische Generalstabschef Bipin Rawat davor gewarnt, dass China nach wie vor versuchen würde, die umstrittenen Gegenden zwischen den beiden Ländern nach und nach, "wie beim Schneiden einer Salami", zu verschlingen.

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