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Gegen Winterkälte und Smog: China testet lokale Klein-Nuklearreaktoren

Gegen Winterkälte und Smog: China testet lokale Klein-Nuklearreaktoren
Smog in Peking bei Nacht; China, 30. November 2015.
Für 168 Stunden testete das staatliche chinesische Nuklearunternehmen CNNC in Peking einen kleinen Nuklearreaktor für Stadtteile, den sie "Yanlong" nannten. Er soll gegen den Smog helfen und die Kohle zurückdrängen. Die Bürger sorgen sich um ihre Sicherheit.

Der Himmel soll wieder blau werden über den chinesischen Städten. Auf der Tagung des Nationalen Volkskongresses hatte dies der Ministerpräsident der Volksrepublik China, Le Keqiang, versprochen. Immerhin erst im Dezember hat Peking jüngst zum ersten Mal in diesem Jahr die Alarmstufe Rot wegen des Smogs in der Stadt ausgerufen. Die Konsequenz: 700 Behörden, Fabriken und Bildungseinrichtungen mussten zeitweilig schließen. Der Smog bleibt also eine Geißel für Chinas Städte.

Eine neue technische Entwicklung soll nun Abhilfe schaffen und Energie liefern, die die Luft reinhält. Allerdings hat diese zur Folge, dass andere Gesundheitssorgen in der Bevölkerung Platz greifen. 

Jede 400-Megawatt-Einheit des so genannten DHR-400 (District Heating Reactor), oder "Yanlong", wie man ihn aufseiten seiner Urheber nennt, ist in der Lage, 200.000 Haushalte mit Energie zu beliefern. Ein Modell lässt sich in drei Jahren bauen und kostet 226,7 Millionen Dollar.

Der Klein-Reaktor soll sicherer sein als bisherige Lösungen, da die Temperatur in ihm nicht über 100 Grad Celsius steigt und die Einrichtung sich direkt an bestehende Heizungsnetzwerke anschließen lässt. Die Technologie würde zudem nur zwei Prozent der radioaktiven Ressourcen einer konventionellen 1-Gigawatt-Nuklearanlage nutzen.

Bisher positive Erfahrungen in Bürogebäuden

Chen Huiping, ein Mitglied des technischen Komitees hinter dem Versorgungsprojekt, will besorgten Bürgern mithilfe einer Aufklärungskampagne ihre Ängste nehmen: 

Wir müssen uns 500 bis 600 Millionen gewöhnlichen Bürgern in Nordchina stellen und ihnen mitteilen, dass Schwimmbad-Reaktoren absolut sicher sind. 

Gu Senjie, der stellvertretender Ingenieur der Shanghai Nuclear Engineering Research und Design Instituts (SNERDI), ergänzte gegenüber Reuters: 

Sie [das CNCC] haben über drei Jahre hinweg dem Institut und den Bürogebäuden erfolgreich Energie geliefert. Ich denke, es funktioniert. Es [das Klein-Atomkraftwerk] ist nicht groß und es ist einfach, den Betrieb aufrechtzuerhalten. 

Besonders der Norden Chinas leidet unter Luftverschmutzung, verursacht durch das Heizen mit Kohle. Die chinesische Regierung will nun ein Portfolio an Nuklearreaktoren entwickeln, um Städte, abgeschiedene Inseln, Schiffe, Autos und auch Flugzeuge mit Energie zu versorgen. Liu Hua, der Direktor der chinesischen Behörde für Nukleare Sicherheit, sieht die neue Entwicklung ebenfalls als Errungenschaft an. 

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