Essen wie in Pjöngjang: Nordkoreanische Spezialitäten in Moskau

Essen wie in Pjöngjang: Nordkoreanische Spezialitäten in Moskau
Kim Jong-un in einer Lebensmittelfabrik, 14. November 2015.
Das nordkoreanische Restaurant Pyongyang-Koryo in Moskau bietet Essen aus seiner Heimat in authentischer Atmosphäre. Besonders bei ausländischen Touristen ist ein Einblick in die nordkoreanische Welt beliebt. Die kulinarischen Spezialitäten gleichen denen Südkoreas, aber das Ambiente ist anders.

Koryo war die Bezeichnung eines mittelalterlichen Reichs auf der koreanischen Halbinsel, in dem eine Monarchie herrschte. Für das nordkoreanische Restaurant in Moskau ist die historische Bezeichnung Namensgeber. 

Im Koryo-Restraurant zeigt ein Großbildschirm nordkoreanische Popmusik und die Schönheit der Natur des Landes. Dazwischen Momente, die das Regierungsoberhaupt Kim Jong-un bei offiziellen Auftritten zeigen. Der Service soll aufmerksam und freundlich sein. Besonders ausländische Gäste sind an einem nordkoreanischen Erlebnis interessiert und besuchen die Gaststätte. Während sich das Essen im geteilten Korea zwischen Nord und Süd fast nur in den Privatküchen aufgrund der Sanktionen und Lebensmittelknappheit unterscheidet, erlaubt das Ambiente Einblicke in das abgeschottete Nordkorea. Die südkoreanischen Gerichte sind gemeinhin schärfer gewürzt, als die des Nordens. 

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Neben traditionell koreanischen Gerichten gibt es auch Spaghetti auf dem Speiseplan. Eine Vorspeise kostet bis zu 9 Euro. Wer es luxuriös mag bestellt "Sinseollo", einen "Hot Pot" mit Meeresfrüchten, Fleischklössen und Gemüse. Kimchi gehört in Süd- wie Nordkorea zu jeder Mahlzeit. Wie Sauerkraut dient dieser als Vitamin C-Speicher für die Wintermonate. Gemüse wird hierbei durch Milchsäuregärung angereichert. Auch Bibimbap, ein traditionelles Reisgericht, serviert mit Gemüse und einem Spiegelei, steht auf der Menükarte. Für besondere Anlässe kann man auch einen separaten Raum mieten, ausgestattet mit Karaoke.

Jedes Jahr bereisen zwischen 4.000 und 6.000 Touristen Nordkorea. Seit 2013 können Ausländer SIM-Karten bei ihrer Ankunft erwerben. Nach dem Tod des US-Amerikaners Otto Warmbiers, der in nordkoreanische Gefangenschaft geriet, erließ Donald Trump ein Reiseverbot für amerikanische Staatsbürger. 

Gesangseinlage im Koryo-Restaurant: 

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