Kriegsgefahr steigt: USA starten bisher größtes Luftmanöver mit Südkorea gegen Nordkorea

Kriegsgefahr steigt: USA starten bisher größtes Luftmanöver mit Südkorea gegen Nordkorea
Gemeinsame Luftwaffenübungen zwischen den USA und Südkorea, die hunderte von Kampfflugzeugen beinhalten, haben begonnen. Russland warnt vor neuen Provokationen nach dem jüngsten Start einer Interkontinentalrakete aus Nordkorea.

An der Kriegsübung „Vigilant Ace 18“, von der Seoul behauptet, dass sie rein „defensiver Natur“ sei, werden hunderte von Kriegsflugzeugen aus den USA und Südkoreas teilnehmen. Ziel ist es, die Interoperabilität zu verbessern. Zu den verschiedenen Kriegsszenarien, die simuliert werden, gehören Angriffe gegen nordkoreanische Nuklear- und Raketenobjekte, berichtete die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap unter Berufung auf das eigene Verteidigungsministerium. Zum ersten Mal sind sechs F-22-Raptor-Stealth-Kampfjets, die speziell für die Kriegsspiele nach Südkorea kamen, zusammen mit sechs F-35A-Stealth-Kampfjets beteiligt.

Ein Mitglied der 77. Bomberstaffel der US-Airforce bei der Verladung von 82 Bomben in einen B-1B Bomber auf der Luftwaffenbasis Fairford.

Ein Teil der US-Streitkräfte, die an den Kriegsspielen teilnehmen, darunter ein Dutzend der Tarnkappenjets vom Typ F-35B, werden von einem japanischen Luftwaffenstützpunkt aus starten, wo sie stationiert sind.

An den groß angelegten Manövern, die angeblich „die bisher größten kombinierten Luftwaffenübungen zwischen den Alliierten“ darstellen, werden auch dutzende andere Kampfflugzeuge auf beiden Seiten sowie strategische Bomber der amerikanischen B-1B-Flotte und Flugzeuge der elektronischen Kriegsführung beteiligt sein.

Insgesamt werden 12.000 Soldaten und über 230 Militärflugzeuge an den Übungen teilnehmen, die bis zum 8. Dezember dauern werden.

Nur wenige Tage nach der Ankündigung der Luftwaffenübung testete Nordkorea eine Interkontinentalrakete vom Typ Hwasong-15, von der behauptet wird, dass sie in der Lage ist, das gesamte amerikanische Festland zu erreichen. Pjöngjang kritisierte, dass die US-Übungen als Aufstachelung zu einem Atomkrieg gewertet werden.

„Das Trump-Team bettelt um einen Atomkrieg, indem es auf der koreanischen Halbinsel ein extrem gefährliches nukleares Glücksspiel veranstaltet“, heißt es aus Nordkoreas Außenministerium in einer Erklärung am Samstag.

Seoul wies die Anschuldigungen zurück und beharrte darauf, dass seine massiven Übungen mit den USA „eine jährliche gemeinsame militärische Übung unter den Verbündeten mit Verteidigungscharakter“ wäre, so Baik Tae-hyun, Sprecher des südkoreanischen Ministeriums für Wiedervereinigung, am Montag.

Er fügte hinzu, dass sich Seoul gemeinsam mit der internationalen Gemeinschaft um eine friedliche Lösung der Krise bemühen werde.

Während Moskau den jüngsten Raketenstart von Pjöngjang anprangerte, beschuldigte es Washington, Nordkorea mit seinem Säbelrasseln auf der Halbinsel zu provozieren. Außenminister Sergei Lawrow hat kürzlich erklärt, dass die USA zuvor klar stellten, dass neue Kriegsübungen erst im Frühjahr kommen könnten - was Raum für eine dauerhafte diplomatische Lösung geben würde. Stattdessen fördern US-Kriegsübungen mit Südkorea die Eskalation.

Zur gleichen Zeit verlautbaren US-Beamte beinahe täglich kriegerische Rhetorik in Richtung Pjöngjang. Nikki Haley drohte damit, dass das nordkoreanische Regime im Falle eines Krieges „völlig zerstört“ würde – Worte, die Lawrow als „blutrünstige Tirade“ beschrieb.

Andere haben das auftauchende Gespenst des Krieges mit Warnungen geschürt, dass der Konflikt immer näher rückt, wie der nationale Sicherheitsberater des Weißen Hauses, HR McMaster, der sagte, dass die Wahrscheinlichkeit des Krieges „jeden Tag zunimmt“.

Unterdessen wird berichtet, dass die südkoreanische Armee ein „Killerteam“ ins Leben gerufen hat, das darauf abzielt, den nordkoreanischen Führer Kim Jong-un im Falle eines Krieges zu ermorden, berichtete die Korea Times. Nach Angaben der Zeitung plante das Militär zunächst den Start der Einheit im Jahr 2019. Das Programm wurde beschleunigt.