Nordkorea-Krise: Air China stellt Flüge zwischen Peking und Pjöngjang ein

Nordkorea-Krise: Air China stellt Flüge zwischen Peking und Pjöngjang ein
Flugzeuge von Air China in Peking, China, 28. März 2016.
Die USA haben Nordkorea wieder in die Liste von Terror-Unterstützern aufgenommen. Air China stellte ab Mittwoch Flüge zwischen der chinesischen und der nordkoreanischen Hauptstadt ein und trägt auf diese Weise zur weiteren Isolation Nordkoreas bei.

Seit dem Jahr 2008 flog Air China planmäßig montags, mittwochs und freitags die nordkoreanische Hauptstadt an. Schon in der jüngsten Vergangenheit musste das staatliche Unternehmen Flüge oftmals aufgrund nicht näher erläuterter Probleme absagen.

Die Sanktionen gegen Nordkorea hatten zu einem Rückgang der Nachfrage nach Flügen zwischen der chinesischen und der nordkoreanischen Hauptstadt geführt, erklärt die chinesische Fluggesellschaft Air China. Die Frage der Nachrichtenagentur Reuters nach einer möglichen Wiederaufnahme des Flugbetriebs wollte das Unternehmen nicht kommentieren.

Die singapurische Straits Times macht als eines von wenigen Medien darauf aufmerksam, dass die Erklärung des US-amerikanischen Präsidenten Donald Trump, Nordkorea wieder auf die Liste der Terror-Unterstützerstaaten zu nehmen, zeitlich mit der Rückkehr einer chinesischen Delegation aus Pjöngjang zusammenfiel.

USA kündigen weitere Sanktionspläne an

Für das kommende Jahr bietet Air China nach derzeitigem Stand keine Flugtickets mehr zwischen Pjöngjang und Peking an. Vonseiten der Regierung Chinas hieß es, die Entscheidung basiere allein auf einem operativen Beschluss der Fluggesellschaft. Die Aufnahme Nordkoreas in die schwarze Liste der Terrorunterstützer ermöglicht es seinen Kontrahenten, die Isolation des Landes weiter voranzutreiben.

Am Dienstag haben die USA weitere Sanktionen erlassen. Diese betrafen neben nordkoreanischen Schifffahrtsunternehmen auch drei chinesische Handelsfirmen. Die in Rede stehenden Unternehmen exportierten zusammen Güter im Wert von rund 650 Millionen Dollar nach Nordkorea und importierten ihrerseits Waren im Gegenwert von etwa 100 Millionen aus dem sozialistischen Land. Trump drohte, dass weitere "sehr umfangreiche" Sanktionen in Vorbereitung seien.  

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