China schlägt Drei-Phasen-Lösung für Rohingya-Krise in Myanmar vor

China schlägt Drei-Phasen-Lösung für Rohingya-Krise in Myanmar vor
Am Sonntag besuchte der chinesische Außenminister Wang Yi die Hauptstadt von Myanmar, Naypyidaw. Dabei legte Wang auch einen von Peking vorgeschlagenen dreistufigen Lösungsplan für das Rohingya-Problem vor. Das berichtet das chinesische Portal China Plus.

China glaubt, dass die Rohingya-Krise durch eine für Myanmar und Bangladesch gleichermaßen akzeptable Lösung in Form von Konsultationen zwischen den beiden Nachbarländern gelöst werden kann. Das sagte Wang während einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Myanmars Staatsberaterin und Außenministerin Aung San Suu Kyi.

Er fügte hinzu, dass die internationale Gemeinschaft und der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen solche Bemühungen fördern sollten, indem sie Bedingungen und ein gutes Klima für die Konsultationen schaffen.

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Ein ethnischer Rakhine hält selbstgebaute Waffen in den Händen, und entfernt sich von einem in Flammen stehenden Haus, welches bei Kämpfen zwischen buddhistischen Rakhine und den Rohingya-Muslimen in Brand geriet, Sittwe, Myanmar, 10. Juni 2012.

Ende der Gewalt und Waffenstillstand als erste Ziele

Der chinesische Spitzendiplomat wies darauf hin, dass die Regierung in Bangladesch ihm während seines Besuches am Samstag ihre Bereitschaft versichert habe, die bilateralen Gespräche mit Myanmar zu diesem Thema fortsetzen zu wollen. Auch Myanmar habe diese Haltung zum Ausdruck gebracht.

Wang unterstrich, dass die Rohingya-Frage eine komplizierte Angelegenheit sei, die Fragen der Geschichte, Ethnizität und Religion berühre, was eine dringende und langfristige Lösung erfordere. Daher schlage China eine Drei-Phasen-Lösung vor.

Die erste Phase besteht darin, einen Waffenstillstand zu erreichen, damit die Anwohner nicht mehr vertrieben werden können. Dieser sei durch gemeinsame Anstrengungen bereits gegenwärtig, so Wang.

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Armutsbekämpfung als langfristiger Schlüssel zur Krisenbewältigung

Zweitens solle die internationale Gemeinschaft Myanmar und Bangladesch dazu ermutigen, die Kommunikation aufrechtzuerhalten, um eine praktikable Lösung des Problems zu finden. Die beiden Länder haben eine erste Übereinkunft über die Rückführung von Flüchtlingen aus Myanmar nach Bangladesch getroffen.

Die dritte Phase ist die Suche nach einer langfristigen Lösung. Der chinesische Außenminister betonte, dass Armut die Hauptursache für Turbulenzen und Konflikte sei und forderte die internationale Gemeinschaft auf, die Bemühungen zur Armutsbekämpfung im Staat Rakhine, jener Verwaltungseinheit Myanmars, in der es zu der Rohingya-Krise kam, zu unterstützen.

Entwicklung könne zu Stabilität führen, sagte Wang und fügte hinzu, dass sowohl Bangladesch als auch Myanmar seinen Vorschlag unterstützt hätten.