Peking hilft Duterte beim Wiederaufbau: China und Philippinen unterzeichnen 14 Kooperationsabkommen

Peking hilft Duterte beim Wiederaufbau: China und Philippinen unterzeichnen 14 Kooperationsabkommen
Der philippinische Präsident Rodrigo Duterte und der chinesische Staatspräsident Xi Jinping auf dem APEC-Gipfeltreffen in Vietnam
Am 15. November 2017 haben China und die Philippinen 14 Kooperationsabkommen unterzeichnet. Dabei verpflichteten die Staats- und Regierungschefs beider Länder sich, die "positive Dynamik" in den bilateralen Beziehungen zu verstärken, berichtet das chinesische Portal China Plus.

Der chinesische Premierminister Li Keqiang und der philippinische Präsident Rodrigo Duterte haben 14 Kooperationsabkommen über Infrastrukturfinanzierung, Brückenbau, Anleiheemission, Drogenrehabilitation, Klimawandel, Schutz des geistigen Eigentums und Zusammenarbeit im Bereich der industriellen Kapazitäten unterzeichnet.

Nach seinem Treffen mit Duterte erzählte Li der Presse, dass sich die Beziehungen zwischen China und den Philippinen verbessert hätten. Beide Seiten hoffen, so der Politiker, dass sie mit ihrer Zusammenarbeit "die Zeit, die wir möglicherweise verloren haben, wiedergutmachen".

Der Besuch des chinesischen Premierministers auf den Philippinen war der erste offizielle Besuch des Archipel-Staates aus China seit einem Jahrzehnt. Li wies darauf hin, dass Dutertes Besuch in China im Oktober letzten Jahres der "Eisbrecher" gewesen sei und seine Gegenvisite darauf abziele, die traditionelle Freundschaft voranzubringen.

Laut den Ankündigungen der beiden Politiker wird sich China am Wiederaufbau der vom Krieg zerrissenen Stadt Marawi, auf den südlichen Philippinen, und an Bauprojekten von Brücken, Drogenrehabilitationszentren und vielem mehr beteiligen. Allein für Marawi versprach Li 150 Millionen Yuan (22,7 Millionen US-Dollar) in Form von Zuschüssen von der chinesischen Regierung bereitzustellen.

Weiter traf sich Chinas Premier mit dem Sprecher des philippinischen Repräsentantenhauses, Pantaleon Alvarez. Alvarez unterstrich, dass der Besuch des chinesischen Regierungschefs für die Entwicklung der bilateralen Beziehungen von großer Bedeutung sei und das Vertrauen der beiden Völker in die Perspektive bilateraler Beziehungen weiter stärken werde.

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Li traf sich außerdem mit dem philippinischen Senatspräsidenten Aquilino Pimentel. Pimentel dankte China für die Unterstützung der wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung sowie der Verbesserung der Lebensbedingungen auf den Philippinen und betonte, dass sein Land bereit sei, den bilateralen Austausch zwischen den Gesetzgebungsorganen und politischen Parteien zu verstärken und die bilateralen Beziehungen auf einen neuen Höchststand zu bringen.

Der chinesische Premier seinerseits ermutigte die Menschen aller Gesellschaftsschichten sowohl in China als auch auf den Philippinen, sich am Aufbau der bilateralen Beziehungen zu beteiligen, um die Voraussetzungen für ein größeres gegenseitiges Vertrauen zu schaffen, die Zusammenarbeit zu vertiefen und die öffentliche Unterstützung für die langfristige Freundschaft zu festigen.