Nordkorea verurteilt Trump zur Todesstrafe wegen Beleidigung des Staatschef Kim Jong-un

Nordkorea verurteilt Trump zur Todesstrafe wegen Beleidigung des Staatschef Kim Jong-un
Anti-Trump-Demonstranten in Seoul, Südkorea, 7. November 2017.
Nordkoreas Presse warf US-Präsident Donald Trump vor, er habe Staatschef Kim Jong-un beleidigt. Hierfür sollte er die Todesstrafe erhalten. Er sei zudem "feige", weil er die DMZ nicht besuchte. China entsendet eine neue Vermittlerdelegation nach Pjöngjang.

In der Vorwoche hat US-Präsident Donald Trump Station in Südkorea gemacht. Die staatliche nordkoreanische Zeitung Rodong Sinmun befasste sich auf ihre Weise mit Trumps Rede in Seoul und zeigte sich insbesondere über eine Verhöhnung des Staatschefs Kim Jong-un durch den US-Präsidenten erbost: 

Er sollte sich darüber im klaren sein, dass er nur ein lächerlicher Krimineller ist, der durch die Koreaner zum Tode verurteilt wird. 

In Hanoi hatte Trump zuvor auf Twitter geschrieben: 

Warum würde Kim Jong-un mich beleidigen und mich als "alt" bezeichnen, wenn ich ihn niemals klein oder fett nennen würde? 

Der Demilitarisierten Zone (DMZ) zwischen Nord- und Südkorea blieb der US-Präsident fern. Sein Helikopter machte wegen schlechten Wetters eine Kehrtwende. Ein Besuch der Sicherheitszone gehört regelmäßig zur Agenda fremder Staatsbesuche. Nordkorea verkauft Trumps Abwesenheit im Grenzgebiet nun als ein Zeichen von Feigheit: 

Es war nicht das Wetter. Er war einfach zu verängstigt, den leuchtenden Augen unserer Truppen gegenüberzustehen. 

China versucht sich als Vermittler und entsendet Delegation nach Pjöngjang

Die chinesische Nachrichtenagentur Xinhua gab unterdessen bekannt, dass Song Tao, der Leiter der internationalen Abteilung der Kommunistischen Partei, am Freitag nach Pjöngjang reisen wird, um die Ergebnisse des Parteikongresses im vergangenen Monat zu übermitteln. Über allfällige Verbindungen zwischen Trumps Besuch in Peking und der Entsendung einer chinesischen Delegation nach Pjöngjang gibt es bislang keine offiziellen Äußerungen. Die Visite ist jedoch der erste Besuch auf dem Niveau eines Ministers seit Oktober 2015. 

Der Sprecher des chinesischen Außenministeriums Geng Shuang erklärte: 

Gegenstand dieses Besuchs ist es, über den Parteikongress zu informieren und Ansichten zu gemeinsamen Interessen und bilateralen Anliegen auszutauschen. 

Während der Vater Kim Jong-uns, Kim Jong-il, noch gute diplomatische Beziehungen zu Peking unterhielt, kam es bisher zu keinem persönlichen Treffen zwischen Xi Jinping und Kim Jong-un. Obwohl China Zugeständnisse an die USA bezüglich der Sanktionen gegen Nordkorea machte, will China den Status quo beibehalten und keinen Regierungswechsel in Nordkorea, da dieser einen Zusammenbruch des Landes mit sich bringen würde. 

Peking müsste in diesem Fall eine Flüchtlingswelle befürchten, die zu Unruhen im eigenen Land führen könnte. Zudem würden früher oder später mit großer Wahrscheinlichkeit 30.000 US-Soldaten mit ihrem Kriegsgerät vor den Toren Chinas stehen.