Trump zu Nordkoreas-Führer Kim Jong-un: "Ich würde ihn nie als klein oder fett bezeichnen"

Trump zu Nordkoreas-Führer Kim Jong-un: "Ich würde ihn nie als klein oder fett bezeichnen"
Der Disput zwischen dem US-Präsidenten Donald Trump und dem nordkoreanischen Führer Kim Jong-un geht in die nächste Runde. Der US-Präsident nannte Kim Jong-un in einem Post auf Twitter indirekt „klein und fett“, nachdem die nordkoreanische Seite Trump als „alten Verrückten“ beschimpfte.

Angesichts der hochköchelnden Spannungen mit Nordkorea verspottete der US-Präsident während seiner Asien-Reise seinen Erzfeind Kim Jong-un. Er nannte ihn „klein und fett“. Am Samstag zuvor nannten nordkoreanische Staatsmedien den US-Präsidenten einen „Kriegshetzer“ und „verrückten Alten“.

„Warum sollte Kim Jong-un mich beleidigen, indem er mich ‚alt‘ nennt, wenn ich ihn NIE ‚klein und fett' nenne?", twitterte Trump am Samstag aus Vietnam, während er seine 12-tägige Asien-Reise fortsetzt. „Ich versuche so sehr, sein Freund zu sein - und vielleicht wird das eines Tages passieren!“

Trump's Asien-Reise wurde von den Nordkoreanern nicht begrüßt, die seinen Besuch in der Region als diplomatische Bemühung ansehen, genügend Unterstützung zu sammeln, um Nordkorea anzugreifen.

„Trump entblößte während seines Besuchs seine wahre Natur als Zerstörer des Weltfriedens sowie der Stabilität und bettelt um einen Atomkrieg auf der koreanischen Halbinsel“, sagte ein Sprecher des nordkoreanischen Außenministeriums am Samstag. „Die leichtsinnigen Bemerkungen eines verrückten Alten wie Trump können uns nicht erschrecken oder unseren Vormarsch stoppen.“

Pjöngjang reagierte auf Trump's Äußerungen, die während seines Besuchs am Mittwoch in Südkorea gemacht wurden, wo er sagte, dass Nordkorea wie „ein Kult“ regiert wird. Dieser Kult basiere auf einem „gestörten Glauben, dass des Führers dazu bestimmt ist zu regieren“.

Es ist nicht das erste Mal, dass sich beide Staatsführer provozieren. Trump bezeichnete Kim Jong-un zuletzt als „Raketenmann“ bezeichnet. Nordkorea hingegen bevorzugt die Beschreibung „verrückter Alter“ für Trump.

CIA hält Nordkoreas Führer Kim Jong-un doch nicht für wahnsinnig (Symbolbild)

„Ich werden den verrückten Alten [Trump] mit Sicherheit und Bestimmtheit mit Feuer zähmen“, sagte Kim Jong-un im September, nachdem der US-Präsident bei seiner Rede vor den Vereinten Nationen den nordkoreanischen Führer als „Raketenmann“ angriff.

„Die Vereinigten Staaten haben große Stärke und Geduld, aber wenn sie gezwungen sind, sich selbst oder ihre Verbündeten zu verteidigen, werden wir keine andere Wahl haben, als Nordkorea völlig zu zerstören“, sagte der US-Präsident in seiner US-Ansprache. „Der Raketenmann ist auf einer Selbstmord-Mission.“

„Ein verängstigter Hund bellt lauter“, antwortete Kim zurück. „Handeln ist die beste Option, um den verrückten Alten richtig zu behandeln, der nur das sagt, was er sagen will.“

Freundschaft mit Kim zu schließen, wäre „sehr, sehr nett“, aber er ist sich nicht sicher, ob das jemals passieren würde, sagte Trump am Sonntag gegenüber der internationalen Presse. „Das ist vielleicht etwas Seltsames, aber es ist eine Möglichkeit“, sagte er in Anwesenheit des vietnamesischen Präsidenten Tran Dai Quang. „Im Leben geschehen merkwürdige Dinge. Ich weiß nicht, ob es passieren wird, aber wenn, dann wäre es sehr, sehr gut.“

Trump hatte zuvor unter anderem China besucht. Er äußerte Washingtons Wunsch, dass China im Atomkonflikt mit Nordkorea „schneller und effektiver als sonst irgendwer mit diesem Problem umgehen“ werde.

Nordkorea hat in den vergangenen Monaten mit wiederholten Raketen- und Atomwaffentests bei seinen Nachbarstaaten und insbesondere den USA heftige Kritik ausgelöst.