Trump auf Asienreise: "Nordkoreaner sind tolle Menschen!"

Trump auf Asienreise: "Nordkoreaner sind tolle Menschen!"
Soldaten essen Eis in Pjöngjang, Nordkorea, 16. April 2017.
Trump ist auf Asienreise. Japan bezeichnete er als ein "kämpferisches Land", ein "Land der Samurai". Selbst für die Nordkoreaner fand er lobende Worte. Gleichzeitig warnte er Gegner davor, die militärische Dominanz der Amerikaner herauszufordern.

Japan ist die erste Station Trumps auf seiner Asienreise, die insgesamt 12 Tage währt. Ziel seines Besuchs ist, die Allianz gegen Nordkorea zu festigen. Noch während seines Flugs nach Japan in der Air Force One-Maschine, sagte Trump, dass Nordkorea auf die Liste der staatlichen Terrorsponsoren gesetzt werden könnte: 

Wir werden diese Entscheidung sehr bald treffen. 

Derzeit gelten drei Länder in der Politik Washingtons als Staaten, die den Terror fördern: Iran, Sudan und Syrien. Die Vorwürfe werden durch amerikanische Sanktionen gegen diese Länder abgestraft. Sanktionen sollen Nordkorea in die Knie zwingen und sie vom Raketen- und Nuklearprogramm abbringen. Besonders sieht Trump China in der Pflicht, den Sanktionsforderungen der Amerikaner nachzukommen. Nordkorea, so Trump, sei "ein grosses Problem für unser Land und die Welt", aber seine Bürger, sind "tolle Menschen":

Sie sind warm, viel wärmer als die Welt wirklich erkennt und versteht. Und ich hoffe, dass es für alle gut ausgeht.  

Gehüllt in eine Pilotenjacke aus Leder sprach Trump zu amerikanischen und japanischen Soldaten auf der Yokota Luftwaffenbasis und warnte davor, die Amerikaner zu unterschätzen (Für deutsche Untertitel bitte die Untertitelfunktion einschalten):

Nicht alle begrüßten den Besuch des amerikanischen Präsidenten in Japan. Vor der US-Botschaft Tokios fanden sich am Donnerstag Demonstranten ein. Die Proteste richteten sich gegen den Krieg und die Militarisierung Japans. Der wiedergewählte Premierminister Shinzo Abe begründet eine Verfassungsänderung seines Landes mit der Bedrohung durch Nordkorea. Nachdem nordkoreanische Raketen über die nördliche Insel Hokkaido hingeflogen, zählt es nun zum Schulpflichtprogramm den Ernstfall eines nordkoreanischen Angriffs zu erproben. Die Verfassungsänderung soll die Aufrüstung und den Kriegseintritt legalisieren. 

Anlässlich des Trump-Besuchs wurde eine Schirmmütze für die Regierungsoberhäupter Japans und der USA entworfen, auf der zu lesen ist:

Macht das Bündnis noch großartiger! 

Erste Bilder von Trumps Besuch in Japan:

Video von Trumps Konvoi: 

Auch in Japan inspiriert Trump Komödianten: 

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