Singapur plant Begrenzung der Anzahl von Fahrzeugen auf seinen Straßen ab 2018

Singapur plant Begrenzung der Anzahl von Fahrzeugen auf seinen Straßen ab 2018
Der Stadtstaat Singapur plant im nächsten Jahr aus Platzgründen eine Begrenzung der Anzahl von Fahrzeugen auf seinen Straßen einzuführen. Das Land gilt bereits jetzt als einer der teuersten Plätze der Welt, um ein Fahrzeug zu besitzen.

Der geplante Schritt steht im Zusammenhang mit Bemühungen zur Verbesserung des öffentlichen Verkehrssystems.

Nach Angaben des Landesverkehrsamtes (LTA) dürfen im Stadtstaat derzeit keine weiteren Fahrzeuge mehr zugelassen werden. Der Anstieg der Zahl an Pkws und Motorräder soll so von derzeit 0,25 Prozent pro Jahr auf Null sinken. Die Rate soll 2020 überprüft werden.

Die Zunahme der Zahl der zugelassenen Lastkraftwagen und Busse will die Verkehrspolitik bis zum ersten Quartal 2021 bei 0,25 Prozent pro Jahr halten, um den Unternehmen Zeit zu geben, die Effizienz ihrer logistischen Abläufe zu verbessern. Die Firmen müssen die Anzahl der benötigten Nutzfahrzeuge ebenfalls reduzieren.

Auch interessant: Zeit ist Geld: Neues Start-up für diejenigen, die Schlange stehen hassen

Singapur kontrolliert seine Fahrzeugzahlen streng, indem es eine jährliche Wachstumsrate festlegt und ein System von Geboten im Zusammenhang mit dem Recht einführt, ein Fahrzeug für eine begrenzte Anzahl von Jahren zu besitzen und zu nutzen.

Heute machen Straßen zwölf Prozent der Landfläche Singapurs aus. Angesichts der begrenzten Flächenverhältnisse und der konkurrierenden Bedürfnisse gibt es für den weiteren Ausbau des Straßennetzes nur begrenzte Möglichkeiten", teilte das LTA mit.

Umfangreiche Investitionen in öffentliches Verkehrsnetz

Die Einwohnerzahl Singapurs ist seit 2000 um fast 40 Prozent auf rund 5,6 Millionen gestiegen. Im vergangenen Jahr wurden mehr als 600.000 Privat- und Mietwagen gezählt, darunter auch Fahrzeuge, die von Fahrtendiensten wie Grab und Uber genutzt werden.

Der Besitz eines Mittelklasseautos in Singapur könnte das Vierfache des Preises kosten, was in den USA dafür anfällt.

Singapur verfügt über ein umfangreiches öffentliches Verkehrsnetz. Der Stadtstaat hat sein Schienennetz um 30 Prozent ausgebaut und sein Busnetz um neue Routen erweitert sowie deren Kapazität erhöht.

Bus und Bahn können auf weitere Millionen hoffen

Nach Angaben des LTA wird die Regierung weiterhin in den Ausbau der Eisenbahninfrastruktur investieren, wofür 14,7 Milliarden US-Dollar bereitgestellt werden sollen.

Rund 734 Millionen US-Dollar sind für die Erneuerung, Modernisierung und Erweiterung des Bahnbetriebsvermögens vorgesehen. Weitere 734 Millionen US-Dollar sollen in den nächsten fünf Jahren als Subventionen für die Bus-Infrastruktur ausgegeben werden.