Nordkorea erhält weitere Netzverbindung via Russland gegen amerikanische Cyberangriffe

Nordkorea erhält weitere Netzverbindung via Russland gegen amerikanische Cyberangriffe
Pjöngjang, Nordkorea, 9. April 2012.
Eine staatliche russische Firma ermöglicht Nordkorea einen zweiten Zugang zum Internet. Sicherheitsexperten üben Kritik, denn dadurch könnten Nordkoreas Cybermöglichkeiten gestärkt werden. Nordkorea aber sah sich mit nur einer Verbindung über China Cyberangriffen aus den USA ausgeliefert.

Am Sonntag entdeckten Analysten von Dyn Research den neuen Internetzugang der Nordkoreaner über TransTeleCom. Bisher musste sich Nordkorea mit nur einem Zugang über Chinas Unicom begnügen. Dieser war anfällig für Cyberangriffe der USA gegen Nordkorea, über welche die Washington Post berichtete. 

Diese Verbindung bestand seit dem Jahr 2010. Experten für Cybersicherheit kritisieren den neuen Zugang. Bryce Boland, Leiter der Asia-Pazifik Firma für Netzsicherheit Fire Eye:

(Die Zusatzverbindung gibt Pjöngjang) signifikant mehr Widerstandsfähigkeit gegen Angriffe auf ihre Netzwerkstruktur. Die Möglichkeit, Nordkorea vom Internet abzuschneiden, wurde nun weitaus schwieriger. 

Das Verteidigungsministerium Südkoreas geht davon aus, dass Nordkorea eine 6.800 Mann starke Einheit von trainierten Spezialisten für den Krieg im Cyberspace hat. Sie werden für den Angriff im Jahr 2014 auf Sony Pictures verantwortlich gemacht. In Nordkorea fiel im Zuge dessen die Internetverbindung für Stunden aus, was als ein Gegenangriff der Amerikaner gesehen wurde. 

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