"Kannibalen und Mörder" Pjöngjangs Anti-US Propaganda Poster

"Kannibalen und Mörder" Pjöngjangs Anti-US Propaganda Poster
Der Schlagabtausch zwischen Washington und Pjöngjang reißt nicht ab. Die USA demonstrieren durch Manöver und Aufrüstung rund um die koreanische Halbinsel ihre Stärke. Brutale Illustrationen von Nordkorea wecken Erinnerungen an den Korea-Krieg. (Hinweis: Verstörende Bilder)

In den Bildern werden US-Soldaten gezeigt, wie sie Nordkoreaner exekutieren, Hunde auf Menschen hetzen und Frauen foltern. Kinder werden ihrem sicheren Tod überlassen. Die Propaganda Poster, die Szenen aus dem Korea-Krieg (1950-1953) darstellen, werden im "nordkoreanischen Museum amerikanischer Grausamkeiten" ausgestellt. Die Illustrationen sollen aus dem Jahr 2005 stammen. 

Das Museum befindet sich in der Stadt Sinchon, in der Hwanghae Provinz, dargestellt werden soll in den Bildern das Sinchon-Massaker, welches mehr als 35.000 Menschenleben forderte. Das Massaker wurde primär von südkoreanischen Soldaten im Jahr 1950 mit aktiver Beteiligung des US-Militärs durchgeführt, so die nordkoreanische Geschichtsschreibung. Ganze 52 Tage dauerten die Gräueltaten an. Ein Viertel der Einwohner ließen dabei ihr Leben. Einigen Berichten zu Folge setzte die amerikanische Luftwaffe illegale bakteriologische Waffen ein. 

Die Bilder zeigen die Beteiligung der Amerikaner an Verbrechen gegen die nordkoreanische Bevölkerung. In einem der Bilder wird gezeigt, wie US-Soldaten eine nordkoreanische Frau foltern. Ihr werden die Zähne herausgerissen. Ein anderes zeigt einen Mann, dem mit heißem Metall Verletzungen zugefügt werden. Obwohl der Korea-Krieg im Vergleich zu anderen Kriegen relativ kurz war, kamen 2,5 Millionen Menschen in Nordkorea und 1 Million in Südkorea ums Leben. Über die Opferzahlen gibt es unterschiedliche Angaben. Rund 4,5 Millionen Nordkoreaner waren auf der Flucht. 

Ein Kleinkind wird gezeigt, wie es alleingelassen in einem Massengrab liegt. Ein anderes wird mit einer Waffe bedroht, während es unter Tränen seinen Blick auf seine getötete Familie richtet. 

Kinder werden ihren Müttern entrissen, gefesselte Frauen in einen Graben geworfen, um sie lebendig zu begraben. Das Museum wurde 1958 errichtet. Teil der Ausstellung sind auch persönliche Gegenstände der Opfer des Sinchon Massakers. Kim Jong-un besuchte das Museum im Jahr 2014 gemeinsam mit seiner Schwester. Er prangerte bei seinem Besuch an, dass Amerikaner "Kannibalen und Mörder seien, die ihr Vergnügen in der Schlachtung suchten". 

Am Donnerstag berichtete die nordkoreanische Nachrichtenagentur KNCA darüber, dass fast 5 Millionen Nordkoreaner bereit stünden, um im Falle eines Krieges ihr Land zu verteidigen. 

Trump hatte angekündigt Nordkorea auszulöschen. Sein Militär stünde ebenfalls bereit. Um Nordkorea von seinem Atomwaffenprogramm abzubringen ist für Trump der Weg der Sanktionen offenbar der Richtige. Wie jetzt öffentlich wurde, versuchte Seoul trotz der Raketentests der nordkoreanischen Regierung ein diplomatisches Gespräch mit Regierungsvertretern Nordkoreas bereits im Juli in die Wege zu leiten. Dies aber wurde von den Amerikanern aufs Schärfste kritisiert. 

In seiner ersten Rede bei der Generalversammlung der Vereinten Nationen, drohte Donald Trump am 19. September mit der "totalen Zerstörung" Nordkoreas. Für Nordkorea erklärte Washington ihnen damit den Krieg. Sie behielten sich damit das Recht vor, US-Kampfflugzeuge auch dann abzuschießen, wenn sie sich nicht im Grenzgebiet Nordkoreas aufhielten.

Russland und Washington vertreten die "double freeze" Initiative. Nordkorea soll sich einerseits von seinem Nuklearwaffenprogramm verabschieden und im Gegenzug wird von den US-Amerikanern und Südkoreanern erwartet ihre Manöver in der Region einzustellen. Die USA lehnen diese Alternative bisher ab. 

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