Nordkorea veröffentlicht Drohvideo: Raketen zerstören US-Flugzeugträger und B1-B-Bomber

Nordkorea veröffentlicht Drohvideo: Raketen zerstören US-Flugzeugträger und B1-B-Bomber
Quelle: Screenshot: stimmekoreas / YouTube
Nordkoreas Staatsmedien haben ein Video veröffentlicht, das eines Hollywood-Blockbusters würdig ist. Das Video zeigt, wie nordkoreanische Raketen B-1B-Bomber und F-35-Jets "zerstören", während gleichzeitig ein U-Boot den hochmodernen Flugzeugträger USS Carl Vinson versenkt.

Nordkorea hatte die apokalyptischen Aufnahmen als Reaktion auf eine Drohgebärde der USA am Samstag veröffentlicht. Strategische Langstreckenbomber vom Typ B-1B-Bomber, begleitet von F-35-Kampfjets, hatten zuvor die Gewässer östlich von Nordkorea durchflogen.

Das Video, das von DPRK Today veröffentlicht wurde, zeigt auch US-Präsident Donald Trump, der bei der Feier zum 70. Jahrestages der US-Luftwaffe auf der US-Basis Andrews gesprochen hatte.

Im Filmmaterial trifft eine nordkoreanische U-Boot-gestützte Rakete die USS Carl Vinson, einen nuklear angetriebenen Flugzeugträger der NIMITZ-Klasse. Übertitelt ist der Angriff mit den Worten:

Sollten F-35, B-1B und die Carl Vinson einen US-Angriff durchführen, werden sie in dieser Reihenfolge zu Grabe getragen.

Laut Aussagen des Pentagons flog die US-Luftwaffe in Rahmen dieses Manövers weiter in den Norden der entmilitarisierten Zone, die Nord- und Südkorea trennt, als je ein US-Kampfflugzeug oder Bomber im 21. Jahrhundert geflogen sei.

Archivbild. US-amerikanische und japanische Kriegsflugzeuge in der Nähe Nordkoreas.

Die B-1B-Lancer-Bomber kamen aus Guam und die F-15C-Eagle-Jägereskorten der US Air Force flogen aus Okinawa an, erläuterte das US-Verteidigungsministerium weiter.

Auch lesen: Guam - 1917 eröffneten die USA hier den Krieg gegen Deutschland und heute den nächsten Weltkrieg?

Die Mission ist eine Demonstration der Entschlossenheit der USA und eine klare Botschaft, dass der Präsident viele militärische Möglichkeiten hat, jede Bedrohung zu besiegen", so Pentagon-Sprecherin Dana White, und sie ergänzte, dass die Mission die Ernsthaftigkeit unterstreiche, mit der Washington auf Nordkoreas „rücksichtsloses Verhalten" regieren wird.

Seit dem Amtsantritt von US-Präsident Donald Trump eskaliert der verbale Schlagabtausch zwischen Pjöngjang und Washington. Trump hat zum wiederholten Male erklärt, dass dem Weißen Haus die Geduld mit dem nordkoreanischen Führer Kim Jong-un ausgegangen sei.

Erst kürzlich war eine neue verbale Eskalationsstufe erreicht worden, als Trump den nordkoreanischen Führer "Raketenmann" und einen "Verrückten" nannte, während Kim Jong-un Trump zu einem "geistig verwirrten US-Senilen“ erklärte.

Trumps Beleidigungen gegen Kim Jong-un machen den Besuch unserer Rakete auf dem gesamten amerikanischen Festland unvermeidlich", ergänzte zudem der nordkoreanische Außenminister Ri Yong-ho auf der UN-Vollversammlung am vergangenen Samstag. Abschließend betonte der koreanische Außenminister:

Nordkoreas Endziel ist nach Ansicht des Ministers ein strategisches Machtgleichgewicht mit den USA."

Am Dienstag sprach Trump erstmals vor der Generalversammlung der Vereinten Nationen. In seiner umstrittenen Rede bezeichnete er den nordkoreanischen Staatschef Kim Jong-un als "Raketenmann" und drohte damit, Nordkorea "vollständig zu zerstören", wenn die USA gezwungen wären, sich selbst zu verteidigen.

Chinas Botschafter in Washington rief die USA dazu auf, keine ständigen Drohungen gegen Nordkorea mehr zu machen und stattdessen „Brücken des Verständnisses und der Verhandlungen zu schlagen“.

Um die Krise zu beenden, haben Russland und China einen "double freeze"-Plan vorgeschlagen, der vorsieht, dass Pjöngjang seine nuklearen und ballistischen Raketenversuche aussetzt im Austausch für einen Stopp der gemeinsamen Militärmanöver von den USA und Südkorea an der nordkoreanischen Grenze. Die USA haben den Vorschlag mit der Begründung abgelehnt, dass sie jedes Recht hätten, mit ihrem Verbündeten Südkorea Übungen durchzuführen.