Das Geschäft mit edler Jade fördert die Vertreibung der Rohingya aus Myanmar

Das Geschäft mit edler Jade fördert die Vertreibung der Rohingya aus Myanmar
Chinesische Jade-Mine in den Kachin-Bergen von Myanmar.
Die UN spricht von einer ethnischen Säuberung in Myanmar. Die Minderheit der Rohingya sind die Leidtragenden. Grund für die Eskalation der jüngsten Gewaltwelle sollen die Übergriffe von Extremisten der Rohingya gewesen sein. Aber stecken hier vielmehr wirtschaftliche Gründe dahinter?

Hunderttausende Rohingya sind auf der Flucht vor Gewalt in Myanmar. Die staatenlose muslimische Minderheit der Rohingya scheint in keinem Land willkommen. Auf Sympathieproteste im Ausland folgten noch keine Verbesserungen für die Schutzsuchenden. Der Weg zurück nach Myanmar in die Gegend Rokine, die sie als ihr Land betrachten, ist vermint durch Milizen, die den burmesischen Streitkräften zuarbeiten. Dies berichteten Augenzeugen. Es habe bereits schwere Verletzungen durch Minen gegeben. 

 Pro-Rohingysa Aktivisten in Paris

Extremisten aus den Reihen der Rohingya hatten Sicherheitskräfte und Soldaten angegriffen, die Welle der Gewalt eskalierte. Aber Global Witness liefert noch eine andere Erklärung. Hinter der Vertreibung und Ermordung steckten wirtschaftliche Interessen im Geschäft mit der Jade. Myanmar verfügt über eines der größten Jade Vorkommen in der Welt. Außerdem macht die Qualität der smaragdgrünen Jade sie zur begehrtesten und teuersten Jade-Varietät, der sogenannten „Imperial-Jade“ oder „Kaiser-Jade“. Von dem Profit spüren die Bürger des ehemaligen Burma nichts. Vielmehr wird dieses durch ein Netzwerk von Militäreliten kontrolliert. Nur 10 bis 15 Besitzer kontrollieren die 100 Minenfirmen, die in Myanmar tätig sind. 

In dem Bericht heißt es: 

Myanmars Jade-Lizenzsystem ist sehr offen für Korruption und Vetternwirtschaft. Die Hauptlizenzen liegen in von der Regierung kontrollierten Gebieten, wie Hpakant Township, Kachine und Bereiche werden durch zentral kontrollierte Prozesse zugesprochen, welche nach Aussagen mehrerer Quellen in der Industrie, Unternehmen bevorzugen, die mit mächtigen Personen und hochrangigen Offiziellen in Verbindung stehen.  

Videobericht von Global Witness zum Jadegeschäft der Generäle in Myanmar: 

Die kostbaren Steine werden nach China geschmuggelt. Im Kachine Staat schürt das Geschäft mit der Jade die Wut in der Bevölkerung. Paul Donowitz, Teamleiter bei Global Witness, sprach mit Al-Jazeera über den Zusammenhang zwischen der Jade und dem Leid der Rohingya. Auch im Gebiet Rakhine findet eine Ausschlachtung der Natur statt. Dörfer brennen herunter und die Rohingya sind gezwungen ihr Land zu verlassen. Neue Gebiete werden frei, die den Unternehmen mit Verbindungen zum Militär in die Hände fallen, um die Naturschätze des Landes zu erbeuten.