Rodrigo Dutertes Sohn unter Verdacht des Drogenschmuggels

Rodrigo Dutertes Sohn unter Verdacht des Drogenschmuggels
Paolo Duterte sagte während der Anhörung am Donnerstag unter Eid aus. Er wies die Vorwürfe zurück.
Paolo Duterte, der Sohn des philippinischen Präsidenten Rodrigo Duterte, sagte am Donnerstag vor einem Untersuchungsausschuss des philippinischen Senats aus. Es geht um den Schmuggel von 604 Kilogramm Crystal Meth. Paolo Duterte stritt die Vorwürfe ab.

Paolo Duterte, der auch Vizebürgermeister von Davao City ist, musste am Donnerstag vor einem Untersuchungsausschuss des philippinischen Senats erscheinen. Es ging bei der Anhörung um die Frage, wie 604 Kilogramm Crystal Meth im Mai dieses Jahres durch den Zoll geschlüpft sind. Ein Beteiligter bei der Schmuggelaktion hatte ausgesagt, dass die Transaktion von einer Gruppe von Leuten vereinfacht wurde, die sich auf Paolo Duterte und seinen Schwager Manases Carpio berufen.

Mein Schwager und ich wurden auf Grund von Gerüchten und Klatsch öffentlich gekreuzigt,

sagte Carpio während der Anhörung und wies die Anschuldigungen zurück. Carpio ist mit der Tochter von Rodrigo Duterte, Sarah Duterte, verheiratet. Sarah Duterte ist die Bürgermeisterin von Davao City. Sie übernahm das Amt, nach dem ihr Vater die Präsidentschaftswahlen gewonnen hatte.

Philippinischer Präsident Duterte weigert sich die

Rodrigo Duterte hatte mehrfach betont, dass er zurücktreten werde, wenn ein Familienmitglied der Korruption oder des Drogenschmuggels überführt werden würde. Seit er das Amt des Präsidenten ausfüllt, kam es zu einer beispiellosen Bekämpfung der Drogenkriminalität auf den Philippinen. Die Vereinten Nationen und die Europäische Union äußerten mehrfach Kritik an der rabiaten Vorgehensweise von Duterte.

Mehr lesen:  Philippinen - Proteste nach Tod eines 17-jährigen Studenten in Dutertes Drogenkrieg

Die Affäre um die Einfuhr der 604 Kilogramm Crystal Meth kam ins Rollen, als philippinische Sicherheitskräfte den Leiter des philippinischen Zolls, Nicanor Faeldon, einer Mitschuld bezichtigten. Faeldon trat im August zurück. Die philippinische Bundespolizei stieß bei den Ermittlungen auf den Händler Mark Taguba, der für die Abwicklung der Schiffsladung verantwortlich gewesen sein soll. Taguba war es dann auch, der die Namen Duterte und Carpio ins Spiel brachte. Er habe zwar keinen von beiden je persönlich getroffen, doch er hätte mit Leuten zu tun gehabt, die sich auf den Sohn des Präsidenten und seinen Schwager berufen hätten und in deren Namen Schutzgeld nahmen.

Präsident Rodrigo Duterte hatte zugesichert, sich nicht in den Vorfall einmischen zu wollen. Er empfahl seinem Sohn und Carpio, die Wahrheit auszusagen. Gleichzeitig wies er darauf hin, dass sein Sohn allerdings auch vom Schweigerecht Gebrauch machen könne.

Mehr lesen:  Zahl der Toten bei Kämpfen auf Philippinen auf über 500 gestiegen