Mexiko weist nordkoreanischen Botschafter als Reaktion auf Nukleartest aus

Mexiko weist nordkoreanischen Botschafter als Reaktion auf Nukleartest aus
Die nordkoreanische Botschaft in Mexiko-Stadt, Mexiko, 7. September 2017.
Mexiko wies am Donnerstag den nordkoreanischen Botschafter aus, um gegen den jüngsten Nukleartest Nordkoreas Stellung zu beziehen. Kim Hyong-gil wurde zur Persona non grata erklärt. Ihm bleiben 72 Stunden, um das Land zu verlassen, so das mexikanische Außenministerium.

Mexiko teilte mit, dass es die nordkoreanischen Nuklearwaffenambitionen verurteilt: 

Nordkoreanische Nuklearaktivitäten sind ein ernst zu nehmendes Risiko für unseren internationalen Frieden und Sicherheit und stehen für eine wachsende Bedrohung zu den Nationen in der Region."

Die Mitglieder des UN-Sicherheitsrates beraten dieser Tage über neue, noch schärfere Sanktionen. Nordkorea hatte aber angekündigt, dass es mit oder ohne Sanktionen an seinem Nuklearwaffenprogramm festhält. Auch auf dem ökonomischen Forum in Wladiwostok war das Thema Nordkorea ein zentrales Anliegen. 

Wladimir Putin and sein Amtskollege aus Südkorea Moon Jae-in bei einer Ausstellung in Wladivostok, Russland, 6. September 2017

Wladimir Putin setzt weiterhin auf Diplomatie. Er ermahnte die internationale Gemeinschaft, nicht auf die Stärke militärischer Präsenz zu setzen. Er ist sich sicher, dass Nordkorea zum Selbstschutz am Atomprogramm festhält. Sanktionen seien daher ohne Wirkung. 

Während die südkoreanische Opposition nach der Stationierung amerikanischer Atomwaffen ruft, fordert Putin, wie auch der südkoreanische Präsident, eine atomwaffenfreie koreanische Halbinsel.