China bereitet sich auf einen möglichen Überraschungsangriff vor und fliegt Manöver nahe Korea

China bereitet sich auf einen möglichen Überraschungsangriff vor und fliegt Manöver nahe Korea
Bayi akrobatisches Team der chinesischen Air Force (PLAAF) bei einer Vorführung des Songyuan, 4. August 2017.
Die Amerikaner rüsten auf der koreanischen Halbinsel weiter auf und es wird ein neuer Raketentest aus Nordkorea erwartet. Am Sonntag testete Nordkorea eine Atomwaffe. Die Rufe zur Besonnenheit im kriegerischen Wortgefecht zwischen Washington und Pjöngjang verhallten bisher.

China fliegt Manöver unweit der koreanischen Halbinsel, um sich gegen einen Überraschungsangriff verteidigen zu können. Diese wurden in der Bohai See durchgeführt. Sie dienen der Vorbereitung auf einen Überraschungsangriff. 

Hierbei kam es auch zu Übungen, in welchen neue Waffen getestet wurden, die tieffliegende Ziele abschossen. Um welche Waffen es sich hierbei gehandelt hat, wurde nicht erwähnt.

Nordkoreas Staatschef Kim Jong-un trifft sich mit Wissenschaftlern und Ingenieuren, um über das Atomwaffenprogramm zu sprechen.

Am Donnerstag werden die Südkoreaner vier weitere THAAD-Raketenabwehrsysteme der Amerikaner trotz Protesten der Chinesen aufstellen. Das erste Raketenabwehrsystem hatten die Wirtschaftspartner China und Südkorea voneinander entfernt. 

Nach dem Nuklearwaffentest der Nordkoreaner am Sonntag gab das südkoreanische Verteidigungsministerium erstmalig bekannt, dass sie eine militärische Lösung gegen Nordkorea vorziehen. Die südkoreanische Opposition will amerikanische Nuklearwaffen zum Schutz ihres Landes stationieren. Moon Jae-in, der südkoreanische Präsident, ist entschieden dagegen und bat die Opposition um Einigkeit.

Noch während des Wahlkampfs kritisierte Moon die schlechte Stellung Südkoreas bei Verhandlungen zu Nordkorea zwischen Peking und Washington, da sein Land nicht mit einbezogen wurde. China hat immer wieder die Raketentests Nordkoreas kritisiert. Bis heute ist eine militärische Lösung für China und auch Russland keine Option auf dem Weg zu einer Lösung auf der koreanischen Halbinsel. Nach widersprüchlichen Aussagen Washingtons über den Kurs von US-Marinekriegsschiffen fühlte sich China gezwungen, selbst Aufklärungsflüge abzuhalten. Die am Dienstag abgehaltenen Luftmanöver sind ein weiterer notwendiger Schritt für die Regierung Pekings, sich auf Überraschungsangriffe aus Pjöngjang und durch Washington vorzubereiten. 

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