China beschuldigt US-Kriegsschiff internationale Gesetze verletzt zu haben

China beschuldigt US-Kriegsschiff internationale Gesetze verletzt zu haben
Die USS John McCain
Der US-Zerstörer, der sich unweit einer Insel im Südchinesischen Meer bewegte, welche China für sich beansprucht, hat die nationale Sicherheit Chinas gefährdet und internationales Gesetz verletzt, so das chinesische Außenministerium. Die USA ignorieren die Ansprüche Chinas.

Die Erklärung des Sprechers des chinesischen Außenministeriums Gang Chuang: 

Der amerikanische Zerstörer hat chinesisches und internationales Gesetz verletzt und die Souveränität Chinas und die Sicherheit gefährdet. China ist sehr verärgert darüber und wird die amerikanische Seite auf diese Angelegenheit hin ansprechen. 

Die Amerikaner hätten, so das Außenministerium in Peking, kein Recht zu dieser Mission gehabt, denn nur China habe, "ohne jeden Zweifel, Souveränität über die Nansha-Inseln (von den Amerikanern als Spratley-Inseln bezeichnet) und die Gewässer drumherum". Die chinesische Armee entsandte nach der Sichtung des US-Zerstörers eigene Kriegsschiffe, um das Schiff identifizieren und warnen zu können. 

China ermahnte die USA die Versuche der Nachbarländer für Frieden und Stabilität im Südchinesischen Meer zu respektieren. 

Die ASEAN-Außenminister neben dem philippinischen Präsidenten Duterte in Manila, 08.08.17.

Für China sind die Patrouillen eine Provokation. Unter der Regierung Trumps gab es bereits zwei Patrouillen nahe der Triton-Insel. Rund 1,2 Billionen US-Dollar ist der Handel wert, der sich durch die Gewässer des Südchinesischen Meeres bewegt. Hinzu kommen noch unerschlossene Rohstoffe und wichtige Fischereigründe.

Die Provokationen veranlassten China seine militärische Vormacht in der Region weiter auszubauen, so der Sprecher des Ministeriums. Am Donnerstag segelte die USS Jon S.McCain nahe dem Mischief Riff im Südchinesischen Meer. Dies bestätigten die amerikanischen Medien. Es handelte sich um die dritte Mission unter der Regierung Trumps in chinesischen Gewässern. Öffentlich vertreten die Amerikaner den Standpunkt, dass sie die Region als einen neutralen Raum sehen. Für Washington ist China ein Aggressor, der sein Territorium durch illegale Bauten auf den Inseln expandiert. 

Im Konflikt mit Nordkorea hatte Washington auf die Hilfe Chinas gesetzt. Die Eigeninteressen Chinas und der Konflikt im Südchinesischen Meer mit den Amerikanern stehen den Wünschen aus dem Weißen Haus entgegen.